Krefeld: Internet wird zum Hörsaal

Krefeld: Internet wird zum Hörsaal

Skripte drucken, Übungsklausuren einsehen, Dozenten fragen – die Hochschule Niederrhein hat ihre elektronische Lernplattform ausgebaut. Rund 3200 Studenten nutzen das E-Learning-Angebot. Philipp Moers sagt, wie es geht.

Skripte drucken, Übungsklausuren einsehen, Dozenten fragen — die Hochschule Niederrhein hat ihre elektronische Lernplattform ausgebaut. Rund 3200 Studenten nutzen das E-Learning-Angebot. Philipp Moers sagt, wie es geht.

Philipp Moers macht gerade eine stressige Zeit durch. Zurzeit ist nämlich Prüfungsphase an der Hochschule Niederrhein (HN). Der 23-Jährige studiert Wirtschaftsingenieurwesen im fünften Semester. In den kommenden Wochen reiht sich eine Klausur an die andere. Moers muss jetzt viele Bücher durchackern, nebenbei nutzt er aber auch eine weitere Plattform als Klausurvorbereitung: das E-Learning-Angebot der Hochschule.

"Das Programm heißt Metacoon und ist eine elektronische Lernplattform für alle Studenten der Hochschule", erzählt der 23-Jährige. Dort finden die Studenten alle Informationen, Vorlesungsskripte, Lernunterlagen und Übungsklausuren zu den verschiedenen Veranstaltungen. "Diese Plattform ist eine super Sache, die Kommunikation, sowohl mit Dozenten als auch mit Kommilitonen, ist äußerst hilfreich", erzählt Moers.

Die Folge: Immer mehr Professoren eröffnen auf der E-Learning-Plattform einen "Lern-Raum" für ihre Veranstaltungen. Mittlerweile gibt es über 370 Kurs-Räume von mehr als 120 Dozenten. Rund 3200 Studenten der Hochschule loggen sich täglich ein, stellen Fragen, drucken Skripte oder treffen sich mit anderen Studenten in Chaträumen zum gemeinsamen Lernen.

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So funktioniert das E-Learning: Studenten der HN können sich bei Metacoon einfach und kostenlos registrieren. Wichtig: Die Registrierung muss mit der bei Studienbeginn zugeteilten Mail-Adresse der Hochschule erfolgen. "So hat man die Sicherheit, dass keine Fremden zugelassen werden", sagt Moers, der seit dem vergangenen Semester am Campus Reinarzstraße auch als Tutor arbeitet und interessierten Studenten einmal pro Woche die ersten E-Learning-Schritte erklärt.

Lern-Räume oft verschlüsselt

Nach erfolgreicher Registrierung erhält man eine Übersicht aller verfügbaren Kurse. Die Lern-Räume sind meist verschlüsselt. Oft kann der Raum nur mit einem bestimmten Passwort betreten werden, welches der Dozent in der Vorlesung mitteilt. Teilweise entscheidet der Professor als Raum-Administrator, wer Zutritt erhält. Einige Räume sind auch öffentlich zugänglich.

Hat ein Student Zutritt zu einem bestimmten Kursraum, hat er alle Möglichkeiten — von den neusten Informationen der Dozenten auf einer Pinnwand, über aktuelle Lernmaterialien, bis hin zu einem Forum, in dem der Dozent aufkommende Fragen beantwortet. Gerade diese Internet-Hilfe der Dozenten ist eine effektive Hilfe, sagt der 23-jährige Düsseldorfer. Viele Studenten haben die gleichen Probleme, trauen sich aber nicht zu fragen. Bei Fragen rund um die E-Learning-Plattform hilft der Tutor jederzeit weiter. "Auch Professoren fragen mich, wenn sie Probleme mit Metacoon haben. Das Interesse daran wächst", sagt Moers, für den der größte Vorteil von E-Learning schnell gefunden ist: "Man kann von jedem Ort auf der Welt auf die Plattform zugreifen, das hilft enorm weiter."

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(RP)
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