Krefeld: Interessengemeinschaft will die Krefelder Innenstadt aufwerten

Krefeld: Interessengemeinschaft will die Krefelder Innenstadt aufwerten

Von Verkehr bis Sauberkeit und Sicherheit: Christoph Borgmann präsentierte einen zehn-Punkte-Plan zu einer attraktiveren Krefelder Innenstadt.

Wenn in fünf Jahren die 650-Jahrfeier der Stadt Krefeld begangen wird, dann muss diese in einem anderen Licht erstrahlen. Das ist die Kernaussage, die Christoph Borgmann am Montagabend im Zuge seines Vortrags "Lebendige Innenstadt Krefeld" bei der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Krefeld traf. "Wenn heute ein Krefelder Freunde aus einer anderen Stadt erstmals nach Krefeld einlädt, dann zeigt er diesen die Burg Linn, den Stadtwald oder den Hülser Berg. Für die Innenstadt schämt er sich eher", sagte der Geschäftsmann und Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Ziel aber müsse es sein, dass die Innenstadt in besagten fünf Jahren zu den ersten Zielen einer solchen Besichtigung der Stadt gehöre.

Dafür stellte die ISG einen zehn-Punkte-Plan auf, der nun intensiv mit der Stadt angegangen werden soll. "Die Verwaltung tut ihr Bestes, arbeitet aber zu unkoordiniert. Wenn wir heute einen sauberen Ostwall haben wollen, dann sind es zwischen sechs und zehn Ämter, die verantwortlich sind", so Borgmann. Es brauche einen Verantwortlichen, der alles in einer Hand habe und Arbeiten koordiniere. "Wir haben vor Jahren gegen ein Einkaufszentrum entschieden und wollten die Stadt zum Einkaufszentrum machen. Dann müssen wir uns so positionieren. Auf dem Ostwall muss man vom Boden essen können", forderte der Einzelhändler. Dabei aber seien Sauberkeit und Sicherheit nur ein Punkt. Wichtig sei auch der Verkehr. Über Ring und Philadelphia-/Blumentalstraße habe er eine Dreiviertelstunde für eine Umrundung gebraucht. Über die Wälle fast ebenso lang. Wohlgemerkt: Mit dem Auto. Da müsse sich etwas tun. Die Leuchtturmprojekte wie Seidenweberhaus, Bröckske oder Stadtbad müssten endlich angegangen werden. Die zweitbeste Lösung umzusetzen sei besser, als weitere zehn Jahre über die beste zu reden. Die Beschilderung und Verkehrsführung zu den Parkhäusern müsse besser, mehr Veranstaltungen mit einfacheren Genehmigungsverfahren in die Stadt gebracht und investiert werden.

  • An der Königstraße : Borgmann expandiert weiter

Geredet worden sei lange genug, jetzt, nach Ende des Nothaushaltes, müsse endlich etwas passieren. Und einen weiteren wichtigen Punkt sprach Borgmann an: Die Krefelder müssten positiv über die Stadt reden. Die Stadt biete großes Potenzial, das müsse nun gehoben werden. "Um unsere Anlage mit der klar abgegrenzte Innenstadt und den schönen Wällen beneiden und viele andere Städte. Lasst sie uns zu einem Prunkstück machen", sagte er. Dafür brauche es den Willen aller und eine breite Unterstützung. Hierfür sammelt die ISG Unterschriften. Diese können beispielsweise bei dem Verein auf der Hansastraße 87 geleistet werden. "Je mehr Unterstützer, desto schneller passiert etwas", ist Borgmann sicher.

(RP)
Mehr von RP ONLINE