Krefeld: Innenstadt: Parkraum-Alarm

Krefeld : Innenstadt: Parkraum-Alarm

Zwischen dem City-Ring und den vier Wällen herrscht enormer Parkdruck. Anlieger müssen bis zu 30 Minuten nach einem Pkw-Stellplatz suchen. Der Planungsausschuss fordert deshalb ein Parkraumkonzept.

In der Innenstadt — also innerhalb des City-Rings — ist es für Autofahrer derart schwierig, einen Parkplatz zu finden, dass der Planungsausschuss jetzt die Verwaltung beauftragt hat, zunächst für die westliche Innenstadt ein Parkraumkonzept zu erarbeiten. Stellenweise parken die Autos an gebührenfreien Straßen so dicht an dicht, dass sich in Extremfällen Autofahrer mit Nachbarn absprechen müssen, um von ihrem Parkplatz wegzukommen. Anlieger müssen bis zu einer halben Stunde umherfahren, um einen Stellplatz zu finden.

Erschwert wird dieses Problem durch Umbauten und Sanierungen von Straßen sowie die Verlegung neuer Kanäle und Versorgungsleitungen. Straßenränder stehen dort über Wochen und Monate nicht als Parkraum zur Verfügung.

Blockierende Dauerparker

"In Zusammenhang mit dem Umbau von Straßen äußern Anwohner und Geschäftsleute immer wieder die Befürchtung, dass der wenige Parkraum noch weiter eingeschränkt wird", sagt Stefani Mälzer, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Insbesondere Dauerparker blockierten dabei die Anwohnerparkplätze. Deshalb sei ein Parkraumkonzept sinnvoll, das die Bedürfnisse sowohl der Anlieger und Geschäfstleute als auch der Kurz- und Dauerparker berücksichtigt. Bevor dieses Konzept erstellt werden könne, müsse aber zuerst einmal eine Bestandsaufnahme und eine Übersicht über die vorhandenen Stellplätze erarbeitet werden.

  • Krefeld : Unmut beim Thema Parkgebühren
  • Krefeld : Parkhäuser sind billiger
  • Wermelskirchen : Politik entscheidet über Parkraumkonzept

In der westlichen und der nördlichen Innenstadt ist das Parken zwischen den Wällen und dem City-Ring gebührenfrei und in dem weiten Areal nördlich der Markt- bis zur Blumentalstraße in aller Regel auch zeitlich nicht begrenzt. Dort ist der Parkdruck naturgemäß besonders hoch. Lediglich auf der Markt- sowie der Stern- und Hülser Straße mit ihren anliegenden Geschäften ist das Parken per Parkscheibe zwischen 7 und 19 Uhr auf eine Stunde begrenzt. Es bestehen aber Überlegungen, die Stellplätze an Straßenrändern mit Geschäften grundsätzlich durch Parkautomaten zu bewirtschaften.

Zwei Euro pro Stunde

Im Südwest- und Südbezirk gilt südlich der Marktstraße bis Franken- und Deutschem Ring ein Anwohnerparkprivileg. Doch auch dort darf jedermann gebührenfrei parken — allerdings nur montags bis freitags zwischen 8 und 19 Uhr. Anwohner mit Ausnahmegenehmigung (27,80 Euro im Jahr) dürfen diese Zeit überschreiten.

Zwischen Ostwall und City-Ring ist das Parken extrem unterschiedlich geregelt. Durchgängig freies Parken ist nur auf Elisabeth- und Mariannenstraße möglich. Auf allen anderen Straßen reichen die Möglichkeiten vom freien Parken über ein- und zweistündige Begrenzung per Parkscheibe bis hin zu Parkscheinpflicht mit Gebühren von einem Euro für 40 Minuten bis zu zwei Euro pro Stunde.

(RP)
Mehr von RP ONLINE