In Krefeld ist die Zahl der an Masern Erkrankten niedrig: ein Fall im Jahr 2019

Gesundheit in Krefeld : Zwei Masern-Fälle in zwei Jahren

Die Zahl liegt unterm NRW-Schnitt. Warum Impfung trotzdem wichtig ist.

Die Entwicklung der Masernfälle von Januar 2010 bis September 2019. Foto: DAK

(ped) Laut Statistik sind Masern in Krefeld kein Problem. In diesem Jahr gab es bisher erst einen Fall. Und auch im gesamten vergangenen Jahr ist nur ein einziger Fall verzeichnet. Das belegen Statistiken des NRW-Landeszentrums Gesundheit. Im Vergleichszeitraum von Januar 2010 bis November 2019 war 2017 ein Ausreißerjahr: Landesweit erkrankten mehr als 300 Menschen. Auch in Krefeld war 2017 eine Spitze erreicht – mit fünf Fällen. Ab 1. März 2020 gibt es in Deutschland die Masern-Impfpflicht. Und die ist auch in Krefeld wichtig, um Masern auszurotten. „Masern sind nicht nur eine lästige und ungefährliche Kinderkrankheit. Für manche enden sie tödlich“, sagt Holger Heynckes von der DAK-Gesundheit in Krefeld. Laut Robert-Koch-Institut haben rund 97 Prozent der Schulanfänger die Erst-Impfung bekommen. Das reiche nicht aus. Bei der zweiten Masernimpfung liegt die Quote bei 93 Prozent, damit unter der gewünschte Impfquote von 95 Prozent. Gerade die zweite Impfung sei wichtig. Heynckes erklärt: „Die zweifache Impfung verhindert bei nahezu allen geimpften Kindern den Ausbruch einer Erkrankung bei meist lebenslanger Immunität. Unabhängig vom neuen Gesetzesvorstoß appellieren wir an die Eltern, ihre Kinder zweimal bis zum zweiten Lebensjahr zu impfen.“ Auch Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal (soweit nach 1970 geboren) müssen geimpft sein. Asylbewerber und Flüchtlinge müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft nachweisen.