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In Krefeld: 2000 Euro Bußgeld wegen Corona-Vorstößen in fünf Friseursalons

14 Neuinfektionen in Krefeld : 2000 Euro Bußgeld wegen Corona-Vorstößen in fünf Friseursalons

Mit Blick auf die Coronazahlen: Krefelds niederländische Partnerstadt Venlo bittet alle Deutschen, am am kommenden Samstag – dem Tag der Deutschen Einheit – auf einen Besuch zu verzichten.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei seinen Corona-Kontrollen am Montag zwei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Positiv: Zum einen ergab die verstärkte Überprüfung der Situation vor Schulen keine Beanstandungen. Negativ: Zum anderen jedoch wurden in Friseursalons erneut gravierende Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. In fünf Läden hatten die Betreiber die Kundenkontaktlisten entweder gar nicht oder nicht ordnungsgemäß geführt. Zudem trugen Mitarbeitende und Kunden keine oder unzureichende Masken. Hier werden für die jeweiligen Betreiber Bußgelder in Höhe von 2000 Euro fällig. Mitarbeitende und Kunden werden mit jeweils 50 Euro zur Kasse gebeten. Auch der Mitarbeiter eines Handyladens muss 50 Euro zahlen, weil er im Ladenlokal im Kundenkontakt keine Maske trug.

14 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute, Mittwoch, 30. September, null Uhr in Krefeld zu verzeichnen. 74 Personen sind aktuell erkrankt, 912 gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Ansteckungen seit Beginn der Epidemie liegt nun bei 1.014. Aus der aktuellen Entwicklung errechnet das Robert-Koch-Institut den statistischen Wert von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – das ist ein Anstieg um rund fünf Neuinfektionen gegenüber dem Vortag. Eine Person wird aktuell im Krankenhaus behandelt, jedoch nicht intensivmedizinisch. Bis dato wurden im Diagnosezentrum 16.485 Erstabstriche vorgenommen. Insgesamt 4.241 Mal war eine Quarantäne erforderlich oder wurde angeraten.

Krefelds niederländische Partnerstadt Venlo bittet alle Deutschen, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Besuch zu verzichten. Traditionell fahren an dem Feiertag immer viele Einkaufstouristen aus NRW nach Venlo oder Roermond. Es werde dann oft sehr voll – und genau das sei in Corona-Zeiten bekanntlich ein Problem, sagt der Venloer Bürgermeister Antoin Scholten. „Sollten Sie sich doch entscheiden zu kommen, ist es gut möglich, dass Sie die Einkaufszentren unserer Stadt gar nicht erst erreichen, weil wir finden, dass es zu voll wird. Einkaufsgebiete, aber auch Parkhäuser und -plätze können dann gesperrt werden.“ Scholten bat Einzelhändler aus seiner Stadt, in Deutschland vorläufig auch nicht mehr zu inserieren.

Am Dienstag hatten bereits die Grenzstädte Enschede, Dinxperlo und Winterswijk an Deutsche appelliert, dieses Jahr am 3. Oktober zuhause zu bleiben. In den Niederlanden liegt die Zahl der Corona-Infektionen höher als in Deutschland, obwohl das Land viel kleiner ist.