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Krefeld: Im Kerzenschein: Einzelhandel zufrieden

Krefeld : Im Kerzenschein: Einzelhandel zufrieden

Die Stadt war auch bei der sechsten Auflage von "Einkaufen bei Kerzenschein" trotz Nieselregens bis spätabends bestens besucht. Wegen der milden Temperaturen fand Wintermode nicht das gewünschte Interesse.

Trotz milder Temperaturen und Nieselregen strömten am Samstagabend Tausende Menschen in die Innenstadt, um zwischen Kerzenschein und Feuerspuckern bis 22 Uhr zu bummeln und einzukaufen.

 Stimmungsvoll und liebevoll arrangiert: Rund 150 Lichtobjekte wurden in der Innenstadt von Friedrichstraße bis Neumarkt verteilt.
Stimmungsvoll und liebevoll arrangiert: Rund 150 Lichtobjekte wurden in der Innenstadt von Friedrichstraße bis Neumarkt verteilt. Foto: Lammertz, Thomas

"Die Atmosphäre in der Stadt war angenehm, die Beleuchtung mit Fackeln und den Pylonen sah sehr hübsch aus. Da hat das Wetter nicht gestört", freute sich Besucherin Johanna Glomb.

Viele Modegeschäfte sahen das etwas anders. "Es fehlten die kalten Temperaturen und auch Regen ist nie gut. Der Umsatz ist ein bisschen schlechter als letztes Jahr", sagte C&A-Filialleiter Günter Elping.

Statt dicker Pullover und Wintermäntel hätten die Kunden vor allem Geschenkartikel und Nachtwäsche gekauft. Auch bei Borgmann Sport blieb der Andrang auf Winterkleidung aus: "Es fehlte ein bisschen bei den dicken Sachen, aber die Aktion ist immer wieder gut und schön", sagte Christoph Borgmann.

Er will am Konzept von "Einkaufen bei Kerzenschein" festhalten. Elping reagierte dagegen etwas verhaltener: "Ob man die Veranstaltung fortsetzt, müssen wir schauen, wenn wir im nächsten Jahr eine große Baustelle gegenüber haben." Gemeint ist die geplante Ansiedlung vom Peek & Cloppenburg in Krefeld.

  • Fotos : Einkaufen bei Kerzenschein 2012 in Krefeld
  • Fotos : Einkaufen bei Kerzenschein 2011 in Krefeld
  • Fotos : Einkaufen bei Kerzenschein in Krefeld 2010

In vielen Geschäften begann bereits das Weihnachtsgeschäft. Richtige Verkaufsschlager konnten aber noch keine ausgemacht werden: Die Parfümerie Pieper verkaufte Parfüms mit unterschiedlichsten Duftnoten; in der Buchhandlung Thalia gingen sämtliche Unterhaltungsromane über die Theke; und bei der Galeria Kaufhof verkauften sich Spielwaren und Schmuck besonders gut.

Für die Verkäufer in den Geschäften war es ein harter Tag. "Das ist anstrengend, aber es macht auch Spaß. Abends kommt ein anderes Publikum. Es waren meist Ehepaare, die gezielt in die Stadt gehen und die zusätzliche Zeit zum Shoppen nutzen", sagte die stellvertretende Filialleiterin Birgitt Schweren-Wolters.

Einziger Wermutstropfen: Um 21 Uhr schlossen die ersten Geschäfte in der Innenstadt. "Vom Kaufmännischen her ist das richtig. In der letzten Stunde ist es immer ruhig. Aber ich finde es trotzdem schade.

Wenn alle um 21 Uhr schließen, wäre eben von acht bis neun Uhr wenig los. Das kann man nicht verhindern", sagte Christoph Borgmann. Auf der Oberen Marktstraße tummelten sich dagegen bis kurz nach 22 Uhr zahlreiche Menschen, die von Musik, süßen Pralinen und Glühwein angelockt wurden.

"Wir sind sehr zufrieden. Das Stadtbild war toll und die Beleuchtung zieht Menschen einfach an", freute sich Dunja Schmitz, Sprecherin der Interessengemeinschaft Obere Marktstraße. Die Motorrad-Show war dagegen ohne Absage weggeblieben.

(RP)