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IHK: Ausbildungsbereitschaft in Krefeld steigt 

Wirtschaft in Krefeld : Die Ausbildungsbereitschaft steigt wieder

IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz rät Jugendlichen, sich jetzt und in den nächsten Wochen auf Ausbildungsstellen zu bewerben und appelliert an die Unternehmen, weiter auszubilden.

Die Aufholjagd auf dem Ausbildungsmarkt geht weiter: In der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein (Krefeld, Mönchengladbach sowie die Kreise Neuss und Viersen) ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum Quartalsende im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent zurückgegangen, von 4393 auf 3860.

Zum Vergleich: Im Vormonat lag der Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr noch bei minus 15 Prozent, Ende Juli sogar noch bei minus 20 Prozent. „Das stimmt uns verhalten optimistisch, dass sich die Zahlen bis zum Jahresende noch weiter verbessern. Unternehmen werden sicher bis in den Winter hinein noch Azubis einstellen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

Die Industrie- und Handelskammern in NRW verzeichnen im September 5352 neue Ausbildungsverhältnisse – sechs Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das Minus im Gesamtjahr 2020 sinkt dadurch auf 15 Prozent. Jürgen Steinmetz rät den Jugendlichen, sich auch jetzt und in den nächsten Wochen noch auf Ausbildungsstellen zu bewerben und appelliert an die Unternehmen, weiterhin Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

„Unabhängig von Krisenzeiten wie diesen ist die duale Ausbildung immer ein wichtiger Hebel gegen Fachkräfteknappheit“, so Steinmetz. „Und für die Schulabgänger bietet die duale Ausbildung nach wie vor gute Beschäftigungschancen und Karriereaussichten.“ Die Geschäftsführerin des Bereichs Innovation, Bildung, Fachkräfte der IHK Mittlerer Niederrhein, Daniela Perner, betont, dass die IHK Mittlerer Niederrhein – auch gemeinsam mit Partnern – durch vielfältige Aktionen dazu beiträgt, Bewerber und Unternehmen zusammenzubringen und Jugendliche für die duale Ausbildung zu begeistern. Bei der CHECK IN Berufswelt zum Beispiel, die vom 5. bis zum 8. Oktober im Kammergebiet stattfindet, können sich Jugendliche vor Ort in den Betrieben ein Bild von den jeweiligen Berufsbildern machen. Darüber hinaus organisiert die IHK Azubi-Speed-Datings, bei denen die Jugendlichen zehn Minuten Zeit haben, um den Ausbildungsbetrieb ihrer Wahl von sich zu überzeugen. Die Berater für „Passgenaue Besetzung“ bringen Unternehmen und Jugendliche zusammen. Der Service wird vom Europäischen Sozialfonds und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Bei der Initiative „Ausbildungsbotschafter“ berichten eigens von der IHK geschulte Azubis und duale Studenten in allgemeinbildenden Schulen über ihren Beruf. Außerdem unterstützen Experten der IHK-Fachkräfteberatung Unternehmen dabei, Jugendliche zu gewinnen.

(sti)