Holiday Inn Express: Britische Hotelgruppe baut neues Haus in Krefeld

Neubau: Britische Hotelgruppe baut Holiday Inn Express in Fichtenhain

Die Grundstücksgesellschaft Krefeld kann nach der Rechtskraft des B-Plans 795 über rund 170.000 Quadratmeter Gewerbegrundstücke zur Vermarktung verfügen.

Die Lage für ein Hotel zur Beherbergung von Messegästen und Geschäftsleuten ist in Krefeld-Fichtenhain wenige Meter von der Auffahrt zur Autobahn 44 und wenige Fahrminuten vom bedeutsamen Messestandort Düsseldorf entfernt optimal. Die britische Intercontinental Hotels Group (IHG) mit Sitz in der Nähe von London hat in der Seidenstadt für seine Kette Holiday Inn Express ein 3150 Quadratmeter großes Grundstück erworben, um  ein 125-Betten-Hotel zu bauen. Der Start der Ausschachtungsarbeiten soll im Oktober sein. Eine Bauvoranfrage sei von der Stadtverwaltung bereits positiv beschieden worden, informierten Oberbürgermeister Frank Meyer und Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) am Dienstag. Derzeit würden die Bauantragsunterlagen zusammengestellt. Die Bauzeit sei mit 16 bis 17 Monaten Dauer kalkuliert. Das neue Haus in Nachbarschaft zum Zoll liegt auf dem Grundstück an der Ecke Kommunikationsstraße und Fichtenhainer Allee. Die Eröffnung sei für das Frühjahr 2021 vorgesehen, berichteten die beiden.

Holiday Inn Express ist eine Hotelkette der mittleren Preisklasse innerhalb der IHG-Markenfamilie. Ursprünglich als „Express-Hotel“ gegründet, liegt der Fokus darauf, eingeschränkten Service zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Es gehöre in die Kategorie der Drei-Sterne-Häuser, sagte Preen.

Der WFG-Geschäftsführer zog zufrieden Bilanz für das Geschäftsjahr 2018. Es konnten Grundstücke in einer Größenordnung von 22.130 Quadratmetern veräußert werden. Damit bleiben WFG und Grundstücksgesellschaft Krefeld (GGK) weit hinter den Rekordergebnissen der vergangenen Jahre zurück. Der Grund dafür ist simpel. Es standen kaum mehr Flächen für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung. Das wird sich deutlich ändern. Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans 795 kommen mehr als 170.000 Quadratmeter Gewerbefläche hinzu. Rund 65.000 Quadratmeter entlang der Fichtenhainer Allee sind direkt vermarktbar. Weitere 105.000 Quadratmeter benötigen eine neue Erschließung. Mit dem Bau der Designstraße soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die GGK profitiert dabei von einem mehr als 20 Jahre zurückliegenden Immobiliengeschäft mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Damals hat der LVR rund 65 Hektar inklusive des heutigen Campus Fichtenhain – ehemals Heim für schwer erziehbare Jugendliche – abgegeben.

Der Campus Fichtenhain, in dem fast alle Gebäude unter Denkmalschutz stehen, ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Es ist Preen und seinem Team gelungen, Liebhaber für die architektonischen Pretiosen zu finden, die viel Geld in die Sanierung der Gebäude zu stecken bereit waren. „Wir wollen uns dort als Vermieter komplett zurückziehen und alle Häuser verkaufen“, sagte Preen gestern. Derzeit stehen offiziell noch zwei Objekte zur Verfügung. Bei einem befinde sich die GGK in der Vertragsabstimmung, und beim anderen sondiere sie die Warteliste. Auf der Habenseite stehen die Abschlüsse für den Verkauf der größten Immobilie im Campus an die Dortmunder Firma „bytes@work“ und den Verkauf eines voll vermieteten Hauses an einen Anleger aus Eschweiler.

Ein 4000 Quadratmeter großes Areal hat die Kreishandwerkerschaft Niederrhein erworben. Sie baut dort in Kürze ihren neuen Zentralsitz mit 400 Quadratmetern Bürofläche und weiteren 400 Quadratmetern Tagungs- und Veranstaltungsräumen (wir berichteten).

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