Krefeld: Hockey-Elite kommt nach Krefeld

Krefeld : Hockey-Elite kommt nach Krefeld

Am Wochenende findet das Finalturnier im Hockey statt. Es gibt ein buntes Programm. Parkplätze am Elfrather See mit Shuttlebus der SWK stehen kostenlos zur Verfügung. Die Hüttenallee wird während des Turniers gesperrt.

Drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag, steht der Stadtwald, zumindest der Bereich der Hüttenallee zwischen Großhüttenhof und Ring, ganz im Zeichen des Hockeys. Auf dem Vereinsgelände des CHTC nämlich findet dann die größte Hockeyveranstaltung des Landes, das Final-Four Turnier um die Deutsche Meisterschaft statt. Dabei geht der Club aber neue Wege und wird nicht, wie bislang in anderen Städten üblich, nur die Spiele organisieren. Vielmehr wird es rund um diese ein großes Programm mit Volksfestcharakter werden.

"Wir wollen mit der Endrunde Hockey einer breiten Masse von Menschen zugänglich machen. Nur für den unmittelbaren Zugang zu den Tribünen benötigt ein Besucher ein Ticket. Der Rest ist frei, und so kann jeder Krefelder oder Besucher von außerhalb die Atmosphäre des Sports aufnehmen", sagt Robert Haake, der Clubmanager des Vereins.

Dabei überlassen die Organisatoren nichts dem Zufall. Das beginnt bei An- und Abreise. Hier fehlt es dem CHTC vor allem an Parkplätzen, zumal am Sonntag auch Renntag ist, so dass die Plätze Mangelware sind. Aus diesem Grunde richteten die Planer gemeinsam mit den SWK einen Busshuttle zum Elfrather See ein. Besonders Besucher von außerhalb, aber auch Krefelder, die mit dem Auto anreisen wollen, werden hier kostenlos vom Parkplatz am Badesee auf der Parkstraße zum CHTC-Gelände gefahren. Haltestelle ist der Wendehammer im hinteren Bereich der Parkstraße.

"Die Fahrt mit dem Bus dauert acht Minuten. Wir fahren von 9.30 Uhr an im 20-Minuten-Takt. Parken und Transfer sind kostenlos", sagt Dorothee Winkmann, die Leiterin der Unternehmenskommunikation der SWK. Ein derartiges Parkkonzept ist für Krefeld gänzlich neu, könnte aber, davon sind alle Beteiligten überzeugt, durchaus eine zukunftsweisende Lösung für Großveranstaltungen darstellen. Das vor allem zumal die Veranstaltung nur Auftakt einer ganzen Reihe ähnlicher Events sein soll. Das Hockey geht hier mit einigen weiteren Großveranstaltungen in den kommenden Jahren voran, doch auch andere Sportarten sollen mit eingebunden werden.

Hier hat vor allem die Wirtschaft in Krefeld großes Interesse. Denn, auch das ist neu, der CHTC suchte nicht nur nach Sponsoren, die ihre Logos präsentieren, sondern veranstaltet auch ein Event für Sponsoren rund um das Turnier. Dabei werden Krefelder Unternehmen und Vereine ebenso eingeladen, wie die Wirtschaft aus den anderen Teilnehmerstädten wie Köln, Mülheim, Mannheim, Hamburg oder Düsseldorf. "Davon versprechen wir uns viel. Wir waren von Beginn an mit im Boot und wollen ähnliche Formate weiter ausbauen", sagt Mario Bernards, Leiter Politik und Bürgerdialog des Chemparks. Dabei sei besonders gut, dass es sich hier um eine andere Sportart, als die dominierenden Fußball und Eishockey handle.

Ihm stimmt Eckhard Prehn, Leiter der Wirtschaftsförderung, zu. Er sieht in solchen Großveranstaltungen auch einen möglichen Standortvorteil für Unternehmen. "Heute steht bei Unternehmen gar nicht mehr die Steuer oder Mietpreise im Vordergrund. Sie kämpfen um Fachkräfte und suchen dafür vor allem einen hohen Wohn- und Freizeitwert in der Stadt", sagt er.

Entsprechend wird bereits am Freitag mit dem Konzert "Rock im Wald" mit drei Bands das Hockeywochenende eröffnet. Am Samstag und Sonntag finden dann Halbfinals und Finals, sowie, am Samstagabend, die beliebte "Player's Night" statt, bei der Spieler und Spielerinnen der unterlegenen Halbfinalisten mit den Fans feiern. Bislang sind für beide Tage zusammen rund 6.800 Tickets verkauft. Damit liegt der CHTC schon klar über den Vorjahren in anderen Städten. Für das Konzert wurden bislang 400 Karten abgesetzt. "Da ist noch Luft nach Oben, erfahrungsgemäß schauen die Krefelder aber vor allem auf das Wetter. Damit rechnen wir mit einer starken Abendkasse", sagt Haake. Krefeld sieht also durchaus einer der größeren Veranstaltungen des Jahres entgegen und die Stadtväter erhoffen sich Impulse auch über den reinen Sport hinaus.

(RP)
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