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Krefeld: Heinrich Campendonk: Die Legende um das "C"

Krefeld : Heinrich Campendonk: Die Legende um das "C"

War Heinrich Campendonk eigentlich ein Kampendonk? Was Hermann Kampendonks Witwe dazu zu sagen hatte.

Die Verwirrung um Campendonk und Kampendonk beschäftigt die Krefelder - und sie ist nicht neu. Jetzt bringt Dieter Brenner vom Haus der Seidenkultur eine neue Facette ins Spiel. Danach ist nicht nur ein echter Kampendonk für einen falschen Campendonk gehalten worden, sondern Heinrich Campendonk auch ein echter Kampendonk, der nur seinen Namen leicht verändert habe.

Zum Hintergrund: Die Stadt hat aus privater Hand ein Aquarell geschenkt bekommen, das sie zunächst als Werk Heinrich Campendonks vorgestellt hatte. Wie berichtet, hatte aber Hermann Kampendonk die niederrheinische Landschaft mit Mühle gemalt. Jenem Hermann Kampendonk (1909-1994), der die Niederrheinische Künstlergilde mitgegründet hatte, aber im Brotberuf Stoffe, Handtücher, Urkunden und Ähnliches im Auftrag entwarf, hatte das Haus der Seidenkultur 2009 eine Ausstellung zu seinem 100. Geburtstag gewidmet, die Dieter Brenner kuratiert hat. Mit der Witwe Hermann Kampendonks hat er intensive Gespräche geführt. Kennengelernt hatte er sie schon Jahre zuvor, als er zu Krefelder Heimarbeiterinnen recherchiert hatte. "Anna Maria Kampendonk hat mir erzählt, dass ursprünglich alle Kampendonks mit K geschrieben wurden. In einer Zeit, wo Bezugsscheine angesagt waren, habe es der bekanntere Maler jedoch durch Beziehungen geschafft, dass aus dem K ein C wurde. Damit er bei Ämtern nicht so lange anstehen musste. So hat die inzwischen verstorbene Witwe das Vorrücken im Alphabet begründet", erzählt Brenner.

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Anna-Maria Kampendonk war damals bereits 99 Jahre alt. "Aber sie war geistig absolut rege. Ich hatte keinen Grund, an ihrer Geschichte zu zweifeln", erklärt Brenner. Und Anna Maria Kampendonk habe damals auch die Verwandtschaftsbeziehungen geklärt. Demnach war Hermann Kampendonk ein Neffe des berühmt gewordenen Heinrich Campendonk. Werke von Campendonk und Kampendonk gehören zur Sammlung der Kunstmuseen.

(RP)