Krefeld: Heftige Kritik an den Plänen zur Umgestaltung der Blumenstraße

Krefeld: Heftige Kritik an den Plänen zur Umgestaltung der Blumenstraße

Die Bezirksvertretung diskutierte heftig über die Parksituation. Die Verwaltung erklärte, es sei nicht Ziel der Umgestaltung, mehr Parkplätze zu schaffen.

Der zweite Bauabschnitt zur Umgestaltung der Blumenstraße steht bevor. Zwischen Roßstraße und Frankenring werden knapp eine Million Euro verbaut. Der Fachbereich Tiefbau hat die Pläne bei der Sitzung der Bezirksvertretung West vorgestellt - und jede Menge Kritik einstecken müssen. Diese entzündete sich vor allem an der Frage der Parkmöglichkeiten. Die Frage, wie viele Parkplätze mit der Neugestaltung wegfallen, konnte Kurt Schröder, Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau, nicht beantworten. Das sei in der Verwaltung nicht hinterfragt worden, sagte er. Für die Bezirksvertreter unverständlich. Denn das Park-Problem ist seit vielen Jahren immer wieder Thema. Ingeborg Müllers (CDU), selber Anwohnerin der Blumenstraße, schilderte drastische Fälle von Senioren, die Probleme hätten, Pflegepersonal zu bekommen, schlicht aus dem Grund, dass das Parken schon jetzt unmöglich sei.

Es sei nicht das Ziel des Umbau-Projekts gewesen, Parkplätze für die Anwohner zu schaffen, erklärte Schröder: "Es geht nicht alles." Man müsse Verständnis dafür haben, und die Verwaltung habe sich viele Gedanken gemacht und sorgfältig gearbeitet. Unter den Bezirksvertretern herrschte fraktionsübergreifende Einigkeit, den Umbaumaßnahmen nur verbunden mit der Forderung nach einem "anwohnergerechten Parken" zuzustimmen. "Das sind wir den Anwohnern schuldig, sie sollen ein Vorrecht haben dort zu parken", sagte Heinz-Albert Schmitz (CDU). Der Antrag wurde entsprechend für das Karree Ring/St.Anton-Straße/Westwall/Marktstraße umformuliert und bei einer Enthaltung verabschiedet. Baubeginn ist für das kommende Jahr vorgesehen.

(cpu)