Krefeld: GSAK bereitet sich auf Blitzeis vor

Krefeld: GSAK bereitet sich auf Blitzeis vor

Nach den frostigen Tagen soll es am Wochenende wieder wärmer werden. Die Stadtwerke-Tochter rechnet mit Regen - und will vereiste Straßen verhindern.

Am Wochenende soll mit den eisigen Temperaturen der vergangenen Tage Schluss sein. Bis zu neun Grad könnten die Thermometer in Krefeld und der Region dann anzeigen. Was für viele erstmal erfreulich klingen mag, lässt die Stadtwerke aufhorchen. Denn trotz der wärmeren Grade bleibt der Boden vorerst gefroren. Sollte es regnen, droht Blitzeis auf den Straßen. Das Wasser gefriert in kürzester Zeit und überzieht den Asphalt mit einer Eisschicht, für Autofahrer fatal. Und genau danach sieht es in der Nacht von Freitag auf Samstag aus, wie die Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld (GSAK) mitteilt. "Wir werden mit mehr als 60 Mitarbeitern im Einsatz sein und unsere Fahrzeuge schon eine Stunde früher, um 3 Uhr in der Nacht, auf die Straßen lassen", sagt Wilfried Gossen, Geschäftsführer der GSAK.

Die betriebseigenen Wetterportale der Stadtwerke-Tochter hätten zwar keine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Regen vorhergesagt, aber eine, die nicht zu vernachlässigen sei, so Gossen. 15 Großstreuer, sechs Kleinkehrmaschinen für Rad- und Fußgängerwege und 28 Handkolonnen stehen voll befüllt mit Salz bereit. Grund zur Panik bestehe aber nicht. "Wir haben Winter erlebt, da gab es gar kein Blitzeis, manchmal haben wir das aber auch bis zu drei Mal. Wir sind allerdings lieber vorbereitet, wenn der Regen kommen sollte", sagt Gossen. Besonders die Krefelder Hauptverkehrswege - unter anderem die Ringe, die Nassauerallee und die Krefelder Straße - sollen frühzeitig vorgestreut werden, auch mit einer speziellen hochkonzentrierten Salzlösung. "Vorstreuen ist recht ungewöhnlich. In diesem Fall haben wir uns aber dazu entscheiden, weil sich die Temperaturen schnell ändern", so der GSAK-Chef. Gossen empfiehlt denen, die können, zu Hause zu bleiben, wenn die Straßen tatsächlich vereisen. "Wir können ja nicht überall gleichzeitig sein."

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Die Stadtwerke selbst sehen dem Wochenende eher gelassen entgegen. "Unsere Krisenpläne laufen ohnehin im Hintergrund. Da stehen uns zumindest nach jetzigem Stand keine besonders ungewöhnlichen Tage bevor", sagt Dorothee Winkmann, Sprecherin der SWK. Man stehe in enger Absprache mit den Kollegen von der GSAK, bei Glätte kämen aber auch eigene Fahrzeuge zum Einsatz.

Die GSAK betont indes, dass der Regen nicht unbedingt fallen müsse, man habe nur vorsorglich Maßnahmen ergriffen. "Sicher ist nur, dass der Spuk spätestens am Sonntag vorbei sein wird", sagt Gossen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet derzeit zumindest für das Wochenende keine Gefahr durch Blitzeis in Krefeld, auch nicht in Nordrhein-Westfalen. "Momentan sehen wir eher Schnee statt Regen", sagt der Meteorologe Malte Witt auf Anfrage unserer Redaktion. Gossen vertraut jedoch auf die eigene Software: "Der DWD ist eher großflächig unterwegs. Für Krefeld stellen wir die Einsatzpläne nach lokalen Vorhersagen zusammen", sagt er.

(atrie)