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Krefeld: Gorilla-Junge begeistert Zoobesucher

Krefeld : Gorilla-Junge begeistert Zoobesucher

Seit Mittwoch gibt es zwei Jungtiere im Gorilla-Garten des Krefelder Zoos. Mutter Miliki brachte einen Sohn zur Welt.

Am Freitag nutzten unzählige Besucher den schönen Frühlingstag, um im Krefelder Zoo den Nachwuchs im Gorilla-Garten zu bewundern. Mit viel Geduld versuchten Fotografen, den winzigen Sohn von Gorilla-Weibchen Miliki vor die Linse zu bekommen. Die neunjährige Miliki ließ sich von dem Trubel um ihre Person nicht stören. Vorbildlich kümmert sich das Gorilla-Weibchen um sein erstes Jungtier, das in der Nacht zu Mittwoch zur Welt kam.

Kritisch beäugt wird das Mutter-Sohn-Gespann von Tambo, dem knapp zweijährigen Sohn von Gorilla-Weibchen Muna. Vorsichtig nähert sich der junge Gorilla seinem Baby-Bruder. Körperkontakt gibt es jedoch keinen. Den hat das Neugeborene bisher nur zu seiner Mutter. Auch die Tierpfleger halten sich zurück, denn Miliki trägt ihren Sohn fest an sich gedrückt durch die Innenanlagen des Gorilla-Gartens.

Sie ist eine gute Mutter - und das, obwohl sie selbst teilweise von Menschhand großgezogen wurde. Ihr Name Miliki, der aus dem Afrikanischen kommt und übersetzt "Milch" heißt, deutet noch daraufhin. Das junge Weibchen kommt aus dem französischen Zoo "La vallée des Singes", wo es am 20. Februar 2006 geboren wurde.

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Da Milikis 31-jährige Mutter nicht genug Milch für ihr Junges hatte, wurde das Weibchen zunächst mit der Flasche gefüttert. Trotzdem hat sie schon früh Kontakt zu anderen Gorillas gehabt, was sich jetzt positiv bemerkbar macht. Die Tierpfleger sind sehr zufrieden mit Miliki und beobachten, dass sich der Neuzugang im Gorilla-Garten sehr gut eingelebt hat und die "Gorilla-Etiketten" im Umgang mit den anderen Gruppenmitgliedern perfekt beherrscht.

Seit knapp einem Jahr ist die Französin das dritte Weibchen im Harem von Silberrücken Kidogo. Der junge Chef der Gruppe ist ein liebevoller Vater, der gern mit seinem Sohn Tambo durch die Außenanlage streift. Auch seinen jüngsten Nachwuchs hat er interessiert in Augenschein genommen.

Wer Miliki und ihren Sohn beobachten möchte, kann dies am besten zu den Fütterungszeiten um 12.30 und 16.45 Uhr in der Innenanlage tun. Mutter und Sohn haben auch die Möglichkeit, sich in den hinteren Bereich zurückzuziehen.

Einen Namen bekommt der Kleine wahrscheinlich vom dienstältesten Affenpfleger Klaus Reymer, der in diesem Jahr in Rente gehen wird. Es bleibt also weiter spannend.

(RP)