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Krefeld: Glas Dostert feiert Jubiläum

Krefeld : Glas Dostert feiert Jubiläum

Der Bauboom in den 70er Jahren hat das Unternehmen Glas Dostert groß gemacht. In diesem Jahr feiert das Unternehmen mit Sitz im Gewerbegebiet Fichtenhain sein 50-jähriges Bestehen.

Das Familienunternehmen "Glas Dostert" feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. Am 1. April 1961 gründete Glasermeister Albert Dostert das Unternehmen. Zunächst befand sich der Firmensitz an der Ritterstraße, später in Fischeln an der Kölner Straße. Nach dem Bauboom in den 70er Jahren, der der Firma viele Aufträge im ganzen Stadtgebiet verschaffte, zog Dostert als einer der Ersten ins Gewerbegebiet Fichtenhain.

"Arbeit ist heute aufwändiger"

Sohn Manfred Dostert hat vor ein paar Jahren die Firmenleitung übernommen. Der Arbeitsalltag sei ein völlig anderer als zu den Anfangszeiten seines Vaters. Denn Glas ist inzwischen auch im Innenbereich in jeglicher Form beliebt. Es gibt Glasduschen, -türen, -möbel und Spiegel. "Mein Vater hat mit Reparaturen und Neuverglasungen angefangen, heute werden Fenster fertig verglast geliefert. Unsere Arbeit ist aufwändiger, was mich reizt", sagt Dostert. Auch der Berufsalltag hat sich geändert. Statt auf der Baustelle zu schuften, kommen die Glaser nun in die Häuser und arbeiten mit Maschinen, um die Gläser zu bewegen. "Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir früher 20 Glasblätter mit je 100 Kilo per Hand vom Lkw ins Lager getragen haben. Da haben wir in einer Stunde zwei Tonnen Material geschleppt."

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Inzwischen können die Handwerker mit einem Hallenkran die Gläser ansaugen und transportieren. Auch bei Außenterminen hilft ein spezieller Transportwagen mit zwei lenkbaren Achsen, Akku-betriebenen Sauganlagen und einer Tragkraft von bis zu 500 Kilogramm. So können auch schwer erreichbare Stellen mit dem Kran erreicht werden. Der gelernte Glasermeister legt großen Wert auf die Kundenpflege: "Wichtig sind uns Sauberkeit, Präzision und vor allem Zuverlässigkeit. Wir haben ein hohes Maß an Kontinuität, auch was die Mitarbeiter angeht."

Ein Service ist der 24-Stunden-Notrufdienst. Da werden Dostert oder einer seiner fünf Mitarbeiter auch mal mitten in der Nacht gerufen, um nach Einbrüchen, Stürmen oder Unfällen zerbrochene Scheiben zu reparieren oder Glasfronten abzudichten. Und wie sehen die nächsten 50 Jahre aus? "Wir müssen hart kämpfen. Gerade in der schnelllebigen Zeit weiß man nie, wie es auch mit einem gesunden Unternehmen weitergeht." Der Familienvater hofft, dass seine Töchter den Betrieb irgendwann übernehmen wollen. "Noch kann ich darauf nicht bauen. Meine älteste Tochter ist erst zehn Jahre alt. Aber in ein paar Jahren werden wir darüber reden können. Frauen in Handwerksberufen sind ja heute kein Problem mehr", sagt Dostert.

(RP)