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Gesundheitsamt zu Covid-19 in Krefeld: 82 Bürger sind aktuell infiziert

Gesundheitsamt zu Covid-19 : 82 Krefelder sind aktuell nachweislich mit Corona infiziert

Der Kommunale Ordnungsdienst hat zehn Gastronomiebetriebe in der Innenstadt kontrolliert. Verstöße gegen die Auflagen der Corona-Schutzverordnung wurden von der Verwaltung nicht festgestellt.

In Krefeld haben sich bis Dienstag, 6. Oktober, null Uhr sechs weitere Personen mit dem Corona-Virus angesteckt – damit zählt man nun 1.049 positive Tests seit Beginn der Epidemie. 82 Menschen sind aktuell infiziert, 939 gelten als genesen. Lediglich eine Person muss derzeit mit Corona-Symptomen stationär behandelt werden. In Krefeld wurden bis heute 17.216 Erstabstriche vorgenommen, die Zahl der Quarantäne-Fälle hat sich deutlich auf 5057 erhöht (Vortag: 4605). Das Robert-Koch-Institut errechnet für Krefeld derzeit einen statistischen Wert von 21 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Montag zehn Gastronomiebetriebe in der Innenstadt kontrolliert. Dabei wurden keine Verstöße gegen die Auflagen der Corona-Schutzverordnung festgestellt. Auch die beiden Demonstrationen für und gegen die Corona-Regeln liefen am Montagabend ohne Verstöße ab.

Mit Blick auf Weihnachten spricht sich der Virologe Christian Drosten für eine freiwillige „Vorquarantäne“ zum Schutz älterer Verwandter aus. Menschen sollten demnach optimalerweise eine Woche vor dem Familienbesuch mit den Großeltern „soziale Kontakte so gut es geht vermeiden“, sagt der Berliner Forscher „Zeit Online“. „Dann fährt man zu den Verwandten und hat im Hinterkopf, dass man sich in dieser Woche mit weniger Kontakten wahrscheinlich nicht infiziert hat.“

Wenn überhaupt, habe man sich dann vielleicht eher in der Woche vor der „Vorquarantäne“ angesteckt, erklärt Drosten weiter. „Dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich.“ Dies könne ein Ansatz sein für die kommende Zeit, „für die Herbstferien und vielleicht auch für Weihnachten“. Generell gehe es um „viele kleine Alltagsentscheidungen“ und darum, die Lage ernst zu nehmen. Dabei sei Augenmaß gefragt. „Wir haben es selbst in der Hand“, mahnt Drosten. Das gelte zum Beispiel auch für private Feiern. Jeder könne sich beispielsweise die Frage stellen, „ob man eine Party, die man geplant hatte, wirklich feiern muss diesen Winter, ob man für sie vielleicht einen luftigen, besonders großen Raum finden kann oder sie auf nächstes Jahr verschiebt“.