Serie: Mit dem Rad in den Frühling: Gegen die böse Überraschung

Serie: Mit dem Rad in den Frühling : Gegen die böse Überraschung

Kurz ein Eis gegessen oder etwas eingekauft, schon ist es passiert. Man kommt wieder raus und erlebt eine dicke, böse Überraschung: Das geliebte Rad ist weg. Fahrraddiebstähle haben jetzt in der Radsaison wieder Hochkonjunktur. Oft passieren sie sogar am helllichten Tag mitten in der Stadt, die Aufklärungsquote ist gering.

Besonders einfach ist es für die Raddiebe natürlich, wenn das Fahrrad nicht ausreichend gesichert ist. Einfache Schlösser sind mit einem geübten Handgriff schnell aufgebrochen oder durchgesägt. Eine Faustregel besagt deshalb, dass man fünf bis zehn Prozent des Kaufpreises des Fahrrads in das Schloss investieren sollte. Top-Schlösser kosten ungefähr 80 bis 100 Euro und garantieren eine hohe Sicherheit. Die RP beantwortet die wichtigsten Fragen.

Worauf sollte ich beim Abschließen meines Fahrrads ganz allgemein achten?

Das Fahrradschloss sollte möglichst nicht auf dem Boden aufliegen. So können nämlich Aufbrechwerkzeuge leichter angesetzt werden, und der Dieb hat leichteres Spiel. Zudem sollten Rahmen und Hinterrad gemeinsam an ein unverrückbares Objekt, beispielsweise einen Laternenpfahl, gekettet werden. So lässt sich verhindern, dass das Rad von Dieben mitsamt Schloss einfach auf einen Transporter geladen und weggefahren werden kann.

Woran erkenne ich im Geschäft, wie sicher ein Schloss ist?

Manche Anbieter kennzeichnen ihre Produkte mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen, ein allgemein gültiges Siegel gibt es jedoch nicht. Generell gilt aber: Je dicker das Schloss, desto schwieriger ist es zu knacken.

Wie sicher ist ein Rahmenschloss?

Diese fest am Fahrrad installierte Variante ist vor allem bei Hollandrädern verbreitet. Ein Ring schließt sich beim Abschließen um das Hinterrad und blockiert so das Wegfahren. Das Rad kann allerdings leicht weggetragen werden. Die Rahmenschlösser lassen sich jedoch durch Ketten- und Kabel-schlösser erweitern, für beide Schlösser ist dann nur noch ein Schlüssel nötig.

Bügelschloss oder Kettenschloss?

Ein Kettenschloss bietet im Gegensatz zum Bügelschloss mehr Möglichkeiten, das Fahrrad an einen Pfeiler oder Ähnliches anzuketten. Andererseits schneiden Bügelschlösser in Tests oft besonders gut ab.

Gibt es eigentlich auch Alarmanlagen für Fahrräder?

Ja, es gibt so genannte Alarmschlösser. Diese geben kurze Warntöne ab, wenn sie bewegt werden. Bei längerer Bewegung oder bei Durchschneiden eines Kabels blinkt ein Lämpchen, und eine Sirene ertönt in wiederkehrenden Abständen mit 105 Dezibel. Das dürfte dann auch den abgebrühtesten Dieb in die Flucht schlagen.

Was ist neu auf dem Markt an Sicherungen für das Rad?

Die Schlösser werden tendenziell immer handlicher. So gibt es verstärkt Faltschlösser zu kaufen. Die lassen sich wie ein Zollstock zusammenklappen und in einer Box verstauen (siehe Foto). Die kann dann am Fahrrad befestigt werden. Ein weiterer Vorteil der Faltschlösser ist, dass sie flexibel sind und so viele Möglichkeiten bieten, das Fahrrad an

(RP)