Krefeld: Gastrozentrum mit fünf Lokalen im Businesspark van der Rohe geplant

Krefeld : Gastrozentrum mit fünf Lokalen im Businesspark van der Rohe geplant

Zum Jahreswechsel könnte Krefeld um einen gastronomischen Anziehungspunkt reicher sein: Auf dem Gelände des "Mies van der Rohe Business Parks" an der Girmesgath plant der Eigentümer Wolf-Reinhard Leendertz die gleichzeitige Eröffnung von fünf Lokalen. "Das soll eine coole Gastronomiezeile mit Großmarktatmosphäre werden", sagte der Geschäftsmann gestern bei einem Rundgang über das 110 000 Quadratmeter große Areal. Störende Gebäude sind bereits abgerissen. Neu gepflanzte Bäume und Grün verschönern schon jetzt die Umgebung.

Im Zentrum des neuen Treffpunkts steht die Überdachung einer ehemaligen Tankstelle. "Die Tanke" laute auch der Arbeitstitel für das Projekt, erklärte Architekt Georg van Houwald, der seine Diplomarbeit über den wohl berühmtesten Vertreter des Bauhauses geschrieben hat. Houwald machte den ehrgeizigen Zeitplan gestern publik. Die Kalanderhalle mit integriertem Wasserturm soll zum Beispiel eine Bar beherbergen. Die benachbarte frühere Schlosserei und Näherei sollen Esslokale mit Außengastronomie beherbergen. "Das ist ein brutal teurer Weg, der sich mit Pachteinnahmen nicht finanzieren lässt", sagt Leendertz. Für ihn als Krefelder sei es eine Herzensangelegenheit, das Quartier auch in den Abendstunden zu beleben. "Das ist ein Art Liebhaberei." Die soll aber unbedingt von Dauer sein. "Die Gastronomie soll schon länger köcheln", drückt der Eigentümer es aus. Die Auflagen in dieser Branche seien hoch. Erste Gespräche mit niveauvollen Interessenten seien erfolgversprechend gelaufen.

Von der Stadt gebe es positive Signale, dass sie an diesen Örtlichkeiten mit Konzessionen rechnen dürfen, erklärt Houwald. Zu diesem Zweck müssen sie ein Immissionsgutachten liefern, um deutlich zu machen, wie viel Lärm durch Besucher zu erwarten sein wird. Vor allem die An -und Abfahrten mit dem Auto seien zu regeln. "Eine Genehmigung für einen Betrieb bis 22 Uhr dürfte kein Problem sein", meinte Houwald. Allerdings seien Öffnungszeiten bis 24 Uhr und darüber hinaus wünschenswert. "Wir müssen und werden dabei an das Ruhebedürfnis der zugegebenermaßen wenigen potenziell betroffenen Anwohner denken", verspricht der Architekt.

Das Areal könnte sich in Zukunft als denkmalgeschütztes Ensemble präsentieren. Die Denkmalbehörde habe die Absicht, einige der Gebäude der früheren Textilveredlers Flores in die Denkmalliste aufzunehmen. Seit rund fünf Monaten gelten sie als "geplante Denkmale".

(RP)
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