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Fridays for Future schlägt dem Rat zum Thema Klimaschutz neues Verfahren vor

Klimaschutz in Krefeld : Fridays for Future schlägt dem Rat neues Verfahren vor

Fridays for Future hat die Fraktionen eingeladen, ein neues digitales Verfahren der Konsensfindung zu nutzen. Ziel: Schnell Straßen für den Autoverkehr zu sperren.

Fridays for Future Krefeld lädt die Fraktionen im Krefelder Rat zu einer neuartigen, nämlich  digitalen Art der Konsensfindung über mögliche Straßensperrungen für den Autoverkehr ein. Ziel ist es, im Klimaschutz rasch voranzukommen. Zum Verfahren: Über eine digitale Abstimmung sollen die Fraktionen erst innerhalb der Fraktion und dann interfraktionell ausloten, welche Sperrung konsensfähig wäre. Es ist auch möglich, Bedingungen wie die Sperrung in  bestimmten Zeitkorridoren auszuformulieren. „Wir sind gespannt, ob diese Form der Zusammenarbeit mit Ihnen möglich ist, und würden uns sehr darüber freuen, auf diesem Wege gemeinsam mit Ihnen konkrete Umsetzungen des Krefelder Klimanotfalls einzuleiten“, heißt es in einem Schreiben an Oberbürgermeister Frank Meyer und die Fraktionen im Rat, das von Björna Althoff, David Adelmann und Jonas Stickelbroeck für die „Fridays for Future“-Ortsgruppe Krefeld unterzeichnet ist.

Konkret schlägt FFF vor, folgenden Straßen in die Abstimmung zu nehmen:   Rheinstraße, Königstraße, Ostwall, Breite Straße, St.-Anton-Straße (Frankenring bis Philadelphiastraße), Lohstraße, Carl-Wilhelm-Straße, Wiedenhofstraße, An der Alten Kirche, Evertsstraße (ab Wiedenhofstraße), Westwall, Südwall und Friedrichstraße.

FFF hofft, über das digitale Verfahren rasch zu einem Konsens zu kommen. Tempo tut nach Überzeugung von FFF not. „Der Krefelder Verkehr emittierte 2017 laut Präsentation des KrefeldKlima2030-Konzeptes rund eine halbe Millionen Tonnen CO2“, heißt es dazu. FFF bezieht sich mit seiner Aufforderung „auf den Krefelder Klimanotfall, der bereits am 4.Juli vergangenen Jahres mehrheitlich im Rat beschlossen wurde“. Er sei damals eingeleitet und begründet worden mit folgenden Sätzen:  „Die Klimakrise ist längst zu einer realen Bedrohung für unsere Zukunft geworden. Diese Tatsache kann ebenso wenig mehr geleugnet werden wie die Notwendigkeit, jetzt konkrete Schritte ergreifen zu müssen, um dieser Bedrohung Herr zu werden.“

Althoff gab auf Anfrage ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Fraktionen sich bereits am Montag, 17. Februar, mit dem Vorstoß befassen und in die – digital unkompliziert zu handhabende – Abstimmung einsteigen.  FFF hat dazu auch einen Beschlussvorschlag für den Planungsausschuss formuliert. „Uns ist bewusst, dass wir selbst kein Antragsrecht haben. Deswegen würden wir uns freuen, wenn interessierte Fraktionen, die sich mithilfe der Umfrage auf einen Konsens einigen können, den Antrag als Beschlussvorlage gemeinsam zum nächsten Bauausschuss einbringen“, heißt es dazu in dem Schreiben.