Fridays for Future: Laternen-Demonstration in Krefeld zur Earth Hour 2019

Fridays for Future in Krefeld : Laternen-Demonstration zur „Earth Hour“

Erwartet werden bis zu 800 Teilnehmer vom Niederrhein: Für Samstag richten die „Fridays for Future“-Organisatoren eine weitere Kundgebung aus. Mit Laternen soll zum „Earth Hour“-Tag ein Zeichen fürs Energiesparen gesetzt werden.

Wenn die Kundgebung glückt, wird es ein beeindruckender Laternenumzug durch Krefeld: Nach der großen „Fridays for Future“-Demonstration mit rund 1400 Teilnehmern planen die gleichen Organisatoren nun eine weitere große Demonstration in Krefeld. Sie rufen für Samstag, 30. März, 19.30 bis 21.30 Uhr, zur ersten „FridaysForFuture“-Demonstration an einem Samstagabend ein. Die Aktion ist Teil der weltweit begangenen Earth Hour („Stunde der Erde“); bei dieser Aktion schalten Bürger, städtische und staatliche Institutionen die Beleuchtung ihrer Gebäude aus, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Die Demonstranten in Krefeld sind aufgerufen, für den Marsch durch die City Laternen mitzubringen. Die Demonstration ist bei der Polizei gemeldet; die Veranstalter rechnen mit 800 Teilnehmern.

Die Organisatoren werben am ganzen Niederrhein für die Kundgebung. Wieder sind nicht nur Schüler, sondern Vertreter aller Generationen zur Teilnahme aufgerufen. Die Stadt Krefeld beteiligt sich wie in den vergangenen Jahren am Earth Hour Day, indem die Beleuchtung des Ratshauses und der Burg Linn am Samstagabend ausgeschaltet wird.

„Während der Earth Hour sind die Teilnehmer aufgerufen, sämtlichen Stromverbrauch zu Hause sowie das mitgeführte Smartphone auszuschalten, um ebenfalls den Stromverbrauch genutzter Server zu minimieren“, erklärt Mit-Organisatorin Björna Althoff, „für das Laternenlicht empfehlen wir, nachhaltige Kerzen oder Akkus zu verwenden; es können aber auch Restbestände verwendet werden“, heißt es weiter. „Wichtig ist uns außerdem, nicht nur eine Stunde lang möglichst viel Strom zu sparen, sondern als Verbraucher auch über die restlichen 8759 Stunden im Jahr den Stromverbrauch mit Energiesparmaßnahmen zu minimieren und den verbleibenden Verbrauch aus erneuerbaren Energien (Ökostrom) zu beziehen.“ Althoff begrüßt es, dass die Stadt sich mit dem Rathaus und der Burg Linn beteiligt, appelliert aber zugleich, die Beleuchtung nicht nur für die Dauer der Demonstration, sondern dauerhaft auszuschalten und nur bei besonderen Anlässen wie Feiertagen oder Festen einzuschalten. „Die Politik fordern wir zur schnellstmöglichen Realisierung der nachhaltigen Energieversorgung auf“, so Althoff.

Der Demonstrationszug nimmt in etwa den Verlauf von der ersten „Fridays for Future“-Aktion. Der Start ist für Samstag, 19.30 Uhr, am Hauptbahnhof geplant. Dann geht es über Ost- und Südwall und über die Hochstraße zum Von-der-Leyer-Platz, wo vor dem unbeleuchteten Rathaus eine Kundgebung stattfindet. „Bringt gerne halbwegs passende Laternen mit und eure Plakate“, heißt es in dem Facebook-Aufruf der Veranstalter. Geplant ist auch, die Demonstration mit Gesang und Instrumentalmusik zu begleiten. Auf dem Weg zum Rathaus wird es wieder Stationen mit Kundgebungen geben. „Wir freuen uns, wenn sich noch Musiker bei uns melden, die sich einbringen wollen“, heißt es, „wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer vom Niederrhein, die mit uns im Dunkeln Gesicht für den Klimaschutz zeigen, damit der Politik ein Licht aufgeht.“

Der „Earth Hour Day“ wurde 2007 vom WWF Australia ins Leben gerufen und findet jeweils im März statt. Auf der Homepage des WWF Deutschland (www.wwf.de/earthhour) ist auf einer Deutschlandkarte interaktiv nachzuvollziehen, welche Städte sich mit welchen Aktionen an dem Tag beteiligen.