Fridays for Future: JuLis in Krefeld kritisieren FDP-Position zu Schülerprotesten

„Friday‘s for Future“ in Krefeld : JuLis kritisieren FDP-Position zu Schülerprotesten

Laura Stelzhammer, Vorsitzende der Jungen Liberalen stellt sich gegen die Meinung der FDP-Stadratsfraktion. „Die Schüler nutzen den einzigen Hebel, den sie haben“, sagt sie.

Die Krefelder Jungen Liberalen (JuLis), die Jugendorganisation der FDP, stellt sich bei den derzeitigen „Friday‘s for Future“-Protesten, bei denen junge Menschen für eine lebenswerte Zukunft kämpfen, gegen  die Meinung der  FDP-Stadtratsfraktion. Die hält das Format „Fridays for Future“ für den falschen Weg. „Ich halte es nicht für richtig, hierfür regelmäßig dem Unterricht fernzubleiben. Besonders nicht bei dem erhöhten Unterrichtsausfall, der in NRW herrscht“, so der Sprecher der FDP im Schulausschuss, Alexander Schmitz. Für die FDP-Mutterpartei wäre es wirksamer, wenn sich die Schüler in ihrer Freizeit zu solchen Versammlungen treffen würden oder an Samstagen, wenn in der Innenstadt ein erhöhtes Besucheraufkommen herrsche. Das sehen die JuLis anders. „Wer protestierenden Schülern, bei den Friday’s-for-Future-Protesten, sagt, sie mögen dies doch bitte in der Freizeit tun, hat die Botschaft nicht verstanden“, so Laura Stelzhammer, Vorsitzende der Jungen Liberalen Krefeld. „Die Schüler nutzen den einzigen Hebel, den sie haben, um Aufmerksamkeit zu erregen und älteren Mitbürgern klarzumachen, dass ihre akademische Zukunft nichts wert ist, wenn die Erde nicht mehr lebenswert ist. Wir erwarten, von den Schülern keine endgültige Lösung des Klimaproblems, aber die Politik muss endlich anfangen zuzuhören.“

(jon)
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