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Freier Eintrintt in Krefelder Museen soll bis 2022 gelten für Kinder

Kultur in Krefeld : Freier Museumseintritt für Kinder soll bis 2022 gelten

Das für dieses Jahr geplante Experiment liefert wegen der Corona-Pandemie keine verlässlichen Daten. Über eine Verlängerung entscheidet am Mittwoch der Rat.

(ped) Kinder und Jugendliche sollen bis 2022 kostenlos die Museen und die Mediothek in Krefeld nutzen können. Die Verwaltung schlägt eine Verlängerung der 2020 erprobten Regelung um zwei weitere Jahre vor. Darüber wird der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Dezember entscheiden.

Die Regelung, nach der Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in den drei städtischen Museen keinen Eintritt zahlen und in der Mediothek keine Jahresgebühr entrichten müssen, hatte der Kulturausschuss schon seit längerer Zeit diskutiert. Im Jahr 2020 sollte sich zeigen, ob der Zugang zu den Kulturinstituten so für viele leichter wird. Dann kam Corona – und die in diesem Jahr erhobenen Daten geben nicht genug Stoff für eine valide Auswertung. Deshalb soll das Angebot bis 2022 ausgedehnt werden. Weitere Angebote wie Führungen, Veranstaltungen oder die Ausleihe von bestimmten Medien bleiben kostenpflichtig.

„Wir werden dem Rat vorschlagen, die Regelung für zwei weitere Jahre zu verlängern. Der freie Eintritt ist und bleibt ein wichtiges Signal, dass wir Kindern und Jugendlichen kulturelle Teilhabe ermöglichen wollen. Bücher und Ausstellungen wecken Neugier, schaffen Wissen und fördern Empathie: Der Zugang zu dieser kulturellen Schatzkammer soll in Krefeld nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein“, sagt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Frank Meyer.

Diese Initiative fördert die außerschulische kulturelle Bildung in Krefeld. Durch die kostenlose Nutzung der Mediothek werden Kinder schon früh in ihrer Lese- und Medienkompetenz gestärkt. In den Kunstmuseen, im Museum Burg Linn und im Deutschen Textilmuseum können sie auf eine kulturelle Entdeckungsreise gehen, die sie in ihren Kompetenzen, ihrem Selbsterleben und in ihrer Handlungsfähigkeit stärkt.

Die Stadtverwaltung rechnet angesichts der wegfallenden Eintrittsgelder für Kinder und Jugendliche mit weniger Einnahmen bei den Museen und in der Mediothek. Allerdings wird umgekehrt der positive Effekt erwartet, dass der verstärkte Besuch von Kindern und Jugendlichen auch zu einer erhöhten Frequenz von vollzahlenden erwachsenen Besuchern führt.

Im Verlauf des Jahres 2022, wenn Corona womöglich keinen so entscheidenden Einflussfaktor mehr darstellt, wird dann entschieden, ob die erhofften Effekte eingetreten sind und welche Wirkung die Maßnahme auf die Einnahmesituation hatte.