Folklorefest in Krefeld lockt 10.000 Besucher

Festival in Krefeld : Folklorefest: Eine City voll guter Laune

Wetter, Stimmung, Musik: Alles erhielt Höchstwertungen beim 42. Internationalen Folklorefest. Mehr als 10.000 Besucher feierten und tanzten rund um die Alte Kirche bis tief in die Nacht. Die Organisatoren sind rundum glücklich.

Die gesamte Innenstadt ist bestens besucht. Nicht nur der Platz an der Alten Kirche ist so voll, dass kaum noch zusätzliche Besucher Platz hätten, auch rundherum sind Menschenmassen zu sehen. „Wir haben eigentlich die gesamte westliche Innenstadt in Beschlag genommen“, sagt eine grinsende Bella Dura, eine der Organisatorinnen des Folklorefestes, das für den Menschenauflauf verantwortlich zeichnet. Was bereits am Freitagabend der Fall ist, verstärkt sich am Samstag noch

„Es war den ganzen Tag über eine ganz tolle Stimmung. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir sind auch immer ein bisschen darauf angewiesen, bei unseren Bands etwas Glück zu haben. In diesem Jahr waren sie alle fantastisch. Die Musiker, die Besucher, die Organisatoren, wirklich alle sind begeistert“, fährt die „zugereiste Krefelderin“ fort. Seit einigen Jahren ist sie Mitglied im Verein Initiative Folklorefest Krefeld e.V., die das Folklorefest stemmt, und nun zum dritten Mal in der Kerngruppe der Organisation dabei.

Sogar der Kirchturm strahlte im Licht des Internationalen Folklorefests. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

In diesem Jahr sind auch wieder Bands mit starkem Krefeld-Bezug mit dabei. Am Freitag ist die Band „Skald“ hauptverantwortlich für die Unterhaltung. Zuvor bringt die aus Frankreich stammende Wahl-Krefelderin Claire Goujot den Besuchern notwendige Tanzschritte bei. Dann spielt Skald und begeistert die Zuschauer, die sofort beginnen, die zuvor gelernten Tanzschritte anzuwenden.

Der Duft internationaler Spezialitäten der Kulturvereine zog sich über den Platz. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Erfolg der Tanzstunde“, sagt die Französin, um fortzufahren: „Ich finde es schön, dass die Menschen hier zusammen tanzen und feiern und sich in die Augen schauen und lächeln. Das fällt mir in Deutschland sehr auf: Die Menschen schauen sich viel zu oft nicht in die Augen.“

Begeistert ist auch die Sängerin der Krefelder Kombo. In einer der beiden Pausen ihres Auftrittes sagt sie: „Es ist nicht so oft der Fall, dass wir vor solchen Kulissen spielen. Dass es dann noch in unserer Heimatstadt ist, macht natürlich umso mehr Spaß. Die Stimmung ist ganz wunderbar, das Wetter passt, alles ist toll. So einen Auftritt habe ich noch nicht erlebt“, schwärmt die Musikerin, die nicht nur singt, sondern auch mit der Klarinette auftritt.

Der Samstag bringt weiter steigende Temperaturen und erneut traumhaftes Wetter. „Tatsächlich haben wir mit dem Wetter bislang immer Glück. Hoffentlich bleibt es so“, sagt Dura, die hofft „dass die warmen Temperaturen sich auch im Getränkeverkauf bemerkbar machen. Wir müssen erst die Abrechnung abwarten, aber finanziell dürfte das Fest ein großer Erfolg sein.“ Die 10.000 Besucher, auf die Veranstalter jedes Jahr hoffen, dürften jedenfalls über die beiden Tage verteilt mindestens erreicht sein. „Zählen können wir die Menschen natürlich nicht, da wir viele Besucher haben, die kommen und gehen. Aber es ist schon sehr voll“, sagt Dura. Auf dem Platz ist meist kaum noch Raum zum Umfallen.

Am Samstag ist die Stimmung sogar noch besser als am Freitag. Dafür zeichnet auch die Band „Kapelle Petra“ mit verantwortlich. Zu dieser gehört auch „Gazelle“. Der Krefelder spielt selbst kein Instrument, sondern bezeichnet seine Rolle ganz einfach: „Ich sitze einfach auf der Bühne“, erzählt er grinsend. Vom Auftritt beim Folklorefest ist auch er begeistert. „Die Stimmung ist toll, und in Krefeld ist es natürlich etwas ganz besonderes“, befindet er.

Kapelle Petra brachte sogar eine eigene Fangemeinde mit: Am Vorabend traten sie in der Nähe von Frankfurt auf und einige Besucher folgten ihnen danach nach Krefeld.

Zum Abschluss steht dann noch das Highlight des Festivals an: Die niederländische Kombo „Bazooka“ begeistert das Publikum und sorgt noch einmal für ein musikalisches wie stimmungstechnisches Highlight. Als die letzten Töne der Band kurz vor Mitternacht verklungen sind, sind sich Zuschauer, Musiker und Organisatoren einig: Es war ein wunderbares Folklorefest bei tollen äußeren Bedingungen, mit bester Stimmung, guter Musik und einem Besucherstrom, der besser kaum hätte sein können. Und so bleibt als Bilanz: Auch das 42. Krefelder Folklorefest ist ein großer Erfolg und Besucher, Organisatoren und Musiker freuen sich bereits auf das kommende Jahr.

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