1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Flughafen will Kapazität ausweiten: Unterlagen liegen in Krefeld öffentlich aus

Pläne in Krefeld einsehbar : Flughafen will Kapazität ausweiten: Unterlagen liegen öffentlich aus

Bis zum 12. Juni liegen in der Krefelder Stadtverwaltung Pläne des Düsseldorfer Flughafens für eine Kapazitätserweiterung zur Einsicht- und Stellungnahme und aus. Vom Ausbau wären die südlichen Krefelder Stadtteile besonders betroffen.

Der Düsseldorfer Flughafen hat eine große Bedeutung für die Wirtschaft in der Region. Die vertraglichen Festsetzungen über die Entwicklung des Airports aus den 1970er-Jahren sind längst Makulatur. Die Wirklichkeit hat die Festsetzung in dem so genannten Angerlandvergleich längst überholt. Daran ändert auch ein Urteil des Oberlandesgerichts in Münster nichts, demzufolge der Kontrakt immer noch eine Gültigkeit hat. Heute finden mehr als doppelt so viele Starts und Landungen statt wie damals festgelegt. Fluglärmgegner treibt dieser Umstand auf die Palme. Sie werfen dem Flughafen eine Salamitaktik beim Ausbau vor. Aktuell liegen erneut Unterlagen öffentlich aus. Von der Kapazitätserweiterung wären vor allem die Menschen in den südlichen Krefelder Stadtteilen betroffen. Darauf macht die Bezirksregierung Düsseldorf aufmerksam. Bei der Stadt Krefeld sind sie nur nach telefonische Terminvereinbarung unter 02151 3660-3800 oder 02151 3660-3846 einsehbar.

Das Landesverkehrsministerium  hat ergänzende Antragsunterlagen der Flughafen Düsseldorf GmbH zur Kapazitätserweiterung für den Flughafen Düsseldorf im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens offengelegt. Trotz der aktuell schwierigen Situation sind die zusätzlichen Unterlagen seit 4. Mai einen Monat lang sowohl über die Homepage der Bezirksregierung (http://url.nrw/offenlage), als auch auf der Homepage des Verkehrsministeriums NRW für jedermann einsehbar. Ferner werden die Unterlagen physisch bei den Stadtverwaltungen in Krefeld und anderen Städten  öffentlich ausgelegt. Da der letzte Tag der Auslegungsfrist, der 12. Juni, ein Brückentag ist, an dem in einigen Kommunen die Verwaltungsgebäude geschlossen sind, wird die Auslegung im Einzelfall bis zum 15. Juni verlängert. Im Jahr 2015 hat der Flughafen dem Ministerium Pläne vorgelegt, die unter anderem den Bau von insgesamt acht neuen Flugzeug-Abstellplätzen sowie die Änderungen geltender Betriebsregelungen hinsichtlich der Kapazitäten vorsehen. Zu nachfragestarken Zeiten am Tag will das Unternehmen die Zahl der planbaren Flugbewegungen erhöhen, außerdem bedarfsgerecht beide Start- und Landebahnen zur Abwicklung des Flugverkehrs nutzen. Nachdem in Folge einer ersten Offenlage der Antragsunterlagen in 2016 mehr als 47.000 Einwender Stellung zu dem Vorhaben genommen hatten, war ein weiterer wichtiger Schritt im Beteiligungsverfahren im Jahr 2017 der von der Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführte Erörterungstermin u.a. mit Antragstellerin, Trägern öffentlicher Belange, Bürgerinitiativen und Privatpersonen. Einwendungen, Kritik und Anregungen wurden ausgetauscht und das Verfahren anschließend der Planfeststellungsbehörde zur Entscheidung zurückgegeben. Auf Aufforderung des Ministeriums hat die Antragstellerin ihre Planungsunterlagen in der Folge ergänzt und in Teilen geändert. Sie liegen nun aus.