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Krefeld: Flüchtlinge: Bezirksregierung sichtet die Kaserne Forstwald

Krefeld : Flüchtlinge: Bezirksregierung sichtet die Kaserne Forstwald

Für den Bau von Traglufthallen müsste eine Fläche gerodet, planiert und eine Isolierschicht verlegt werden.

Nach einer ersten Sichtung des Geländes der früheren Kaserne Forstwald hat die Bezirksregierung gestern eine Einschätzung mitgeteilt, inwieweit die Fläche für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden kann. Demnach müsste auf dem Kasernengelände zunächst ein größeres offenes Gelände freigeräumt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen habe sich bei Projekten mit Traglufthallen auf Flächen von mindestens 20.000 Quadratmetern Größe festgelegt, berichtete Bernd Hamacher, Sprecher der Bezirksregierung auf Anfrage unserer Redaktion.

Dazu müsste auf dem Gelände in Forstwald eine Fläche gerodet, planiert und mit einer tragfähigen Isolierschicht versehen werden, die mit mehreren Komplexen aus Traglufthallen belegt werden könne. Für jeden der voraussichtlich vier Komplexe müssten die notwendigen Sanitär-Einrichtungen angeschlossen werden. Ein Komplex würde aus rund 20 Wohneinheiten bestehen, in denen maximal jeweils 25 Personen leben könnten. Laut Bezirksregierung könnten 1000 Flüchtlinge dort "winterfest, in beheizten, sicheren und menschenwürdigen" Verhältnissen untergebracht werden. Rein rechnerisch ist Platz für 2000 Personen.

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Bauherr wäre die Stadt Krefeld, die auf Kosten des Landes aktiv würde. Betreiber wäre die Bezirksregierung mit Hilfe einer Betreibergesellschaft und einer geeigneten Security. Das Ganze müsste ungefähr in zwei Monaten gebaut werden, informierte Hamacher. Gespräche mit der Stadt müssten zeigen, wie eine reale Planung aussehen könnte.

(sti)