Firmenneugründung in Krefeld: handgefertigte Luxuskeramik aus der Türkei

Firmenneugründung in Krefeld : Krefelderinnen handeln handgefertigte Luxuskeramik aus der Türkei

Art d’Istan heißt das Unternehmen der beiden Krefelderinnen Halide Hübbers und Ümmühan Katlualp. Sie vertreiben handgefertigte Schalen und Vasen.

Ein neu gegründetes Krefelder Unternehmen wurde kurz vor Weihnachten offiziell eröffnet. Unter dem Namen „Art d’Istan“ vertreiben die beiden Gründerinnen Halide Hübbers und Ümmühan Katlualp handgemachte und -bemalte Schalen, Vasen und andere Dekoartikel. Dabei wird es aber zumindest vorläufig kein Ladenlokal geben, sondern der Vertrieb läuft online. „Wir sind beide noch in anderen Unternehmen engagiert und haben gar nicht die Zeit, uns den ganzen Tag in einem Laden hinzustellen. Darum haben wir uns für den Weg über einen Onlineversand entschieden“, sagt Hübbers.

Das Unternehmen gründeten sie, weil sie selbst nach Artikeln dieser Art gesucht hatten. „Meine Geschäftspartnerin hat einige Zeit in der Türkei gelebt und dort in höheren Kreisen verkehrt. Als sie nach Deutschland zog, tat sie sich sehr schwer, ihr Haus adäquat und in etwas orientalischem Design einzurichten. Es gab hier einfach nicht die Art Luxusartikel, die sie sich vorgestellt hatte. Darum haben wir uns entschieden, dieses Problem anzugehen und haben ein Unternehmen gegründet, in dem wir diese Produkte importieren und vertreiben“, erzählt die Firmengründerin.

Am 17. Dezember hoben sie darum ihr Unternehmen mit einem großen Empfang auch offiziell aus der Taufe. Angaben zu Umsatzerwartungen oder -Planungen möchten die beiden Unternehmerinnen derzeit nicht machen. „Wir haben aber die erste Charge unserer Schalen und Vasen bereits weitgehend im weiteren Freundes- und Bekanntenkreis verkauft. Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft“, sagt Hübbers.

Zusätzlich zum Onlinevertrieb sind die beiden Krefelderinnen auch mit verschiedenen Geschäften für Interieur und Design in Gesprächen, um ihre Produkte dort zu vertreiben. „Wir bieten ausschließlich handgefertigte Stücke an. Es handelt sich um Keramik mit besonders hohem Quarzanteil. Das ist eine ganz eigene Mischung, die besonders hochwertige Waren ergibt“, erklärt die Gründerin. Dabei sei das Spektrum der Preise sehr groß. „Es beginnt bei kleinen Snackschälchen für 25 Euro und reicht bis zu einer ein Meter hohen Vase für 1.500 Euro. Wir können für jedes Budget etwas anbieten und bieten unseren Kunden bezahlbaren Luxus mit orientalischem Flair“, sagt Hübbers.

Nach und nach wollen die Geschäftsinhaberinnen auch hochklassige Hotels beliefern und über bekannte Innenarchitekten ihre Produkte vertreiben.

Gefertigt werden ihre Keramikgefäße von einer Designerin in der Türkei. „Dort wird jedes Stück nicht nur von Hand aus Keramik hergestellt, sondern auch handbemalt. Damit sind wir im Design vollkommen frei und können auch kurzfristig auf Kundenwünsche reagieren. Wirklich jedes einzelne Stück ist ein Unikat und damit etwas Besonderes“, erzählt Hübbers. Die Produkte lagern derzeit in den privaten Räumen der Geschäftsinhaberinnen. Der Vertrieb wird über eine eigens angemietetes Büro an der Königsallee in Düsseldorf organisiert. Das Sortiment umfasst derzeit rund 400 unterschiedliche Produkte und soll sukzessive ausgeweitet werden. „Noch ist Art d’Istan für uns eher eine Art Hobby. Es ist uns eine Herzensangelegenheit und wir haben das Unternehmen aus voller Überzeugung, nicht unbedingt für Geld, gegründet. Unsere Liebe zu schönen orientalischen Designs treibt uns an“, sagt Hübbers.

Drei der Artikel, die Art d’Istan vertreibt: Vasen unterschiedlicher Größe. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Keramikwaren könnten sich preislich, so sagt die Geschäftsinhaberin, sogar durchaus mit massengefertigten Wettbewerbsprodukten messen. „Wir sind hier nur 10-15 Prozent teurer. Dafür bekommt man bei uns aber Exklusivität und Handarbeit“, sagt sie.