Krefeld: Feuerwehr steuert neue Ampeln

Krefeld: Feuerwehr steuert neue Ampeln

An der Uerdinger Straße sollen im April neue Ampeln in Betrieb gehen. Diese kann die Feuerwehr bei Einsätzen dann selbst auf "Grün" umschalten, um schneller vor Ort zu sein. Die Gesamtkosten betragen rund 175 000 Euro.

Bockum Die neuen Ampeln an der Uerdinger Straße sehen schon fertig aus. Doch um in Betrieb gehen zu können, fehlt noch ein entscheidendes Detail: "Es muss noch ein Kabel von den Ampeln zur Feuerwache an der Florastraße gelegt werden, damit die Feuerwehr bei einem Einsatz auf Grün schalten kann", sagt Stadtsprecher Michael Streubel. "Das genaue Datum, wann die Ampel in Betrieb geht, ist noch offen. Wir rechnen damit, dass es im April sein wird."

Dann hätte die Feuerwehr bei ihren Einsätzen freie Fahrt, und auch für die Schüler des Moltke-Gymnasiums wäre der Schulweg sicherer. Jeder der im Berufsverkehr die Uerdinger Straße befährt, kennt den zeitweise zähen Verkehrsfluss mit zahlreichen Staus. Immerhin ist die Uerdinger Straße als Hauptverbindungsstraße zwischen der Krefelder Innenstadt und den Stadtteilen Bockum und Uerdingen Bestandteil des sogenannten Vorbehaltnetzes. An der Florastraße liegt die Hauptfeuerwache und wenn die Florianer ausrücken, ist die Uerdinger Straße eine der wichtigsten Strecken zum Einsatzort.

Ampel kann ferngesteuert werden

Oft geht wertvolle Zeit verloren, bis die Feuerwehrfahrzeuge von der Florastraße überhaupt in die Uerdinger Straße einbiegen und diese befahren können. Clou der neuen Ampel ist eine Fernsteuerungsmöglichkeit für die Feuerwehr zur Beeinflussung der Signalanlage. Der Feuerwehr soll so ein sicheres Einbiegen der Einsatzfahrzeuge von der Florastraße in die Uerdinger Straße ermöglicht werden. Dazu fordert sie – ähnlich wie bei der Vorrangschaltung für den öffentlichen Nahverkehr – einfach "Grün" an, sobald sich die Feuerwehrautos der Kreuzung nähern. Neben dem Aspekt schneller zum Einsatzort zu gelangen, spielt die Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle bei der neuen Ampel.

An der Moltkestraße, die in einer Tempo-30-Zone liegt, befindet sich das Gymnasium, das viele Schüler mit dem Fahrrad erreichen. Sie müssen vielfach die Uerdinger Straße überqueren. Gefahren bestehen auch für Fußgänger, die von der einen Seite der Uerdinger Straße auf die andere wollen. Östlich der Kreuzung liegen Straßenbahnhaltestellen. Zur Entschärfung dieser Gefahrenstelle ist eine komplette Signalisierung der Kreuzung vorgesehen. Dabei sollen signaltechnische Bevorrechtigungen der Straßenbahn und so genannte Zeitinseln im Bereich der Haltestelle für das sichere Ein- und Aussteigen sorgen.

Autos müssen dann hinter den Bahnen warten, so wie es an Haltestellen im Stadtgebiet bereits der Fall ist. Weiterhin wurde mit der Baumaßnahme eine sichere Radwegführung über die Uerdinger Straße geschaffen. Die Signalsteuerung wird in die Grüne Welle auf der Uerdinger Straße eingepasst. "Die Gesamtkosten für Tiefbauarbeiten und Ampel belaufen sich auf rund 175 000 Euro", sagt Streubel.

(RP)