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Krefeld: FDP will Grenze für Lautstärke in Discos und Clubs

Krefeld : FDP will Grenze für Lautstärke in Discos und Clubs

Die FDP fordert die Betreiber von Discotheken und Clubs auf, Lautstärkebelastungen über 100 Dezibel zu vermeiden. Die Verwaltung solle bei den Betreibern eine "freiwillige Selbstverpflichtung" erwirken, heißt es in einem Antrag für den Gesundheitsausschuss, der am 5. November tagt.

Alternativ sollten die Veranstalter an Bars und Kassen Ohrstöpsel an Gäste verteilen oder kostengünstig verkaufen. Zur Begründung führt die FDP an, dass sich in Zusammenhang mit einzelnen Krefelder Tanzlokalen die Beschwerden häuften. Dort komme es, selbst für Discotheken, zu ungewöhnlich hoher Lärmbelastung.

Per Handy hätten junge Besucher Lautstärken von 112 Dezibel in der Spitze gemessen, zwischen 105 und 110 Dezibel im Durchschnitt. Unterzeichner des Antrags ist FDP-Ratsherr Florian Philipp Ott. Welche Discothek im Visier ist, will die FDP nicht sagen. Als positives Beispiel führt Ott Hamburg an, wo seit 2005 schon eine Regelung besteht, die Gehörbelastung von Gästen und Mitarbeitern in Discotheken höchstens auf 99 Dezibel zu begrenzen. 100 Dezibel sind in etwa die Lautstärke eines Presslufthammers in zehn Metern Entfernung.

(sep)