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FDP Krefeld will Pläne zur Grotenburg-Sanierung zu den Akten legen

Sanierung der Grotenburg : FDP Krefeld will Pläne zur Sanierung zu den Akten legen

Der Fußball-Regionalligist KFC Uerdingen benötigt nach Meinung der Freien Demokraten sofort ein spielfertiges Stadion.Von „Realitätsverweigerung“ ist die Rede.

Die Pläne für die mindestens 18 Millionen Euro teuren Sanierung der Grotenburg gehören nach Meinung der freien Demokarten in Krefeld sofort ad acta gelegt. Das erklärte Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann am Mittwoch. Ein Festhalten an dem überholten Vorhaben sei eine „Augen-zu-und-durch-Strategie“, die dem Verein KFC Uerdingen nicht weiterhelfe.  Die Stadtverwaltung betreibe Realitätsverweigerung, sagte Heitmann. Was der KFC jetzt brauche, sei ein spielfertiges Stadion. Ausgaben von 18 Millionen Euro für die Herrichtung der Grotenburg auf Drittliag-Standard seien nicht vertretbar.

„Die Aussage der Verwaltung, die Planung sei zu 80 Prozent abgeschlossen, weswegen sich eine Umkehr verbiete, belegt zum einen, dass noch immer keine abgeschlossene Planung vorliegt. Zum anderen zeigt sie, dass wir gefühlt Lichtjahre von einer Realisierung entfernt sind“, erklärte Heitmann gestern. Dem KFC „in seiner verzweifelten wirtschaftlichen und sportlichen Situation“  helfe es weiter, wenn ihm zeitnah eine spielfertiges Sportstätte in Krefeld zur Verfügung stünde. Dies könne, müsse aber nicht das Grotenburg-Stadion sein. Ansonsten müssten erneut Tausende Euro für Ersatzspielstätten in anderen Städten ausgegeben werden, „was in den vergangenen Jahren die finanzielle Situation des Vereins verschlechtert und ihn den Krefelder Fans entfremdet hat“, betonte die FDP.

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Die Liberalen  plädieren dafür, „den 18-Millionen-Plan ad acta zu legen“ und stattdessen auf eine „praxisorientierte Zusammenarbeit“ zwischen dem Verein und der Stadt zu setzen. Auch daran habe es in der Vergangenheit gefehlt: „Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der frühere Sponsor und Investor der Profi-KFC-Mannschaft die Herrichtung der Grotenburg in der alleinigen finanziellen Verantwortung der Stadt gesehen hat.“

Die geplante gemeinsame Stadiongesellschaft sei gescheitert. Statt dessen habe sich die „Verwaltung mit einem Architekten-Büro auf einen immer teureren Weg gemacht. Die Stadtverwaltung reagiere nicht auf die jetzige grundlegend geänderte Situation des Vereins. Ihr Kurs, mit dem sie das 18-Millionen-Euro Projekt weiter verfolge, werde „im Ergebnis, wenn auch ungewollt“ die Lage des KFC weiter verschlechtern, meint Heitmann.