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FDP fordert die Sparkasse Krefeld bei den Stiftungen zum Umdenken auf

Treuhänderpflichten ernst nehmen : FDP fordert die Sparkasse Krefeld bei den Stiftungen zum Umdenken auf

Die „eigentlich interessierende Diskussion" müsste aber darüber geführt werden, ob es richtig sei, dass die Sparkasse Krefeld an ihre kommunalen Träger keine Gewinne ausschütte, meint die FDP.

Einen Verstoß gegen die Pflichten der Sparkasse Krefeld als Treuhänder ihrer Stiftungen vermutet Rechtsanwalt Joachim C. Heitmann. Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion erklärte am Montag, die Liberalen würden die Kritik der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Krefeld und in Viersen an den Stiftungen der Sparkasse Krefeld teilen. Die hatten beklagt, dass das Stiftungskapital aufgrund der Niedrigzinsphase kaum oder keine Erträge erwirtschafte und ein Umdenken gefordert. Sie schlugen ein Anlage des Geldes in Aktien- oder Immobilienfonds vor.

Die FDP nimmt den Ball auf und unterstützt diese Forderung mit dem Hinweis auf die Treuhänderpflichten für die insgesamt acht Sparkassen-Stiftungen. Es stelle sich allerdings auch die Frage, weshalb die Stadt Krefeld und der Kreis Viersen durch ihre jeweiligen Verwaltungen nicht auf die Sparkasse eingewirkt hätten: "So verfahre zum Beispiel die Stadt Krefeld seit geraumer Zeit anders, indem sie auch in Aktien investiere, berichtete Heitmann.

Die „eigentlich interessierende Diskussion" müsste aber darüber geführt werden, ob es richtig sei, dass die Sparkasse Krefeld an ihre kommunalen Träger keine Gewinne ausschütte. „Zwar ist es richtig, dass sich in dieser Positionierung der Vorstand der Sparkasse mit dem KreisViersen einig ist. Wir vermissen allerdings, dass die Krefelder Verwaltung und die Vertreter des Rates der Stadt Krefeld in dem Zweckverband nachdrücklicher darauf drängen, dass auch die Sparkasse wie andere kommunale Beteiligungen Gewinne oder Teile davon ausschüttet."

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Es sei den Bürgern schwer zu vermitteln, weshalb andere kommunale Beteiligungen wie die Stadtwerke Krefeld (SWK) und die Wohnstätte AG Millionenbeträge an die Stadt ausschütten würden, sich die Sparkasse Krefeld aber vornehm zurückhalte. Deshalb erwarte die FDP vom neuen Vorstandssprecher der Sparkasse Krefeld, Lothar Birnbrich, dass er ergebnisoffen sowohl eine Diskussion über die Sparkassen-Stiftungen als auch über die fehlenden Ausschüttungen an die kommunalen Träger moderiere, betonte der Fraktionsvorsitzende.