Krefeld: FDP-Bundestagsabgeordneter lässt Plakat bei Facebook wählen

Krefeld : FDP-Bundestagsabgeordneter lässt Plakat bei Facebook wählen

Der Krefelder Politiker Otto Fricke hat sechs Fotos ins Netz gestellt. Jeder kann per "Gefällt mir"-Funktion wählen, welches Motiv aufs Wahlplakat soll.

Die Krefelder Bürger können derzeit selbst wählen, welches Fotomotiv ihres Bundestagsabgeordneten Otto Fricke (FDP) ab August an den Laternenmasten dieser Stadt hängen soll. Der Krefelder Liberale hat eine ungewöhnliche Aktion im Internet-Kommunikationsportal Facebook gestartet: Unter sechs Motiven, auf denen Fricke mit unterschiedlicher Mimik zu sehen ist, können die Nutzer ihre Favoriten auswählen und "Gefällt mir" anklicken.

Fricke schreibt auf Facebook an die Besucher seines Profils: "Liebe Facebook-Freunde! In den kommenden Tagen seid ihr gefragt. Ich suche nämlich noch das richtige Bild für mein Kandidatenplakat. Sechs Fotos stehen bis Freitag zur Wahl. Sagt mir doch bitte, welches Bild euch warum am besten gefällt und zu welchem ihr mir raten würdet."

Die Bilder hat ein Berliner Fotograf gemacht. Am kommenden Freitag werden Fricke und sein Team dann das Bild auswählen, für das es unter den Teilnehmern die größte Zustimmung gab. "Wir achten dabei aber nicht nur auf die Gefällt-mir-Klicks", sagt Florian Philipp Ott, Frickes Mitarbeiter im Krefelder Wahlkreisbüro; auch die Kommentare zu den einzelnen Fotos würden berücksichtigt. Nachdem die Fotos ausgewählt sind, soll in einem zweiten Schritt auch noch das Hintergrundmotiv ausgewählt werden. Bei den vergangenen Bundestagswahlen hatte Fricke bereits die Motive seiner Großplakate ("Wesselmänner") auf diese Weise bestimmen lassen.

Schon bei den Bundestagswahlen 2009 setzten die Parteien in Krefeld auf eine generelle Internetpräsenz — damals lief der Kontakt aber meist über die Internetauftritte der Kandidaten; zur Bundestagswahl am 22. September wird die Kommunikationsplattform Facebook eine noch größere Rolle spielen. "Herr Fricke ist dort sehr aktiv", betonte gestern Florian Philipp Ott als Frickes Mann vor Ort. 5000 Freunde hat der Liberale Fricke im Netz — die Maximalanzahl der "Freunde", die man bei Facebook haben kann. Zum allergrößten Teil würde Fricke die Anfragen und Kontaktaufnahmen selbst bearbeiten, betont Ott.

(RP/rl)
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