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Fantasy-Lesereihe und Festival der Phantasie auf Burg Linn

Fantasy-Lesereihe und Festival der Phantasie : Verwunschene Nächte auf Burg Linn

Mit einer Fantasy-Lesereihe und einem Festival der Phantasie betritt das Museum Burg Linn thematisches Neuland. Bestsellerautor Burkhard Hennen wird die Abende mit den Fantasy-Autoren moderieren.

Unter dem Titel „Verwunschene Nacht“ hat das Museum Burg Linn (MBL) ein neues Format entwickelt: In einer Reihe von acht Abenden werden ab 22. Juli bis in den März 2020 „Phantastische Lesungen“ stattfinden. Dazu gehört auch ein „Festival der Phantasie“ am letzten Wochenende der Weihnachtsferien im kommenden Januar. „Die ‚Verwunschenen Nächte‘ bringen eine neue Facette in die Burg“, sagt Museumsleiterin Jennifer Morscheiser, „diese Reihe ist neu – nicht nur für Nordrhein-Westfalen.“ Zusammen mit dem Krefelder Fantasy-Autoren Bernhard Hennen hat die Museumschefin die Idee entwickelt, denn Hennen ist Schirmherr der  laufenden Ausstellung „Sagenhaft! Zauberhaft! Märchenhaft!“ im MBL.

„Die Burg schreit nach erzählter Geschichte“, sagt Morscheiser und möchte daher diesen Autoren eine Plattform bieten. Hennen wird die Abende in der Burgküche moderieren. Er berichtet von einem Sonntagsausflug in seiner Kindheit: „Linn hat mein Burgenbild geprägt“, sagt er über dieses Schlüsselerlebnis, „so muss eine Burg aussehen!“ Was auch in seinen erfolgreichen Sagas immer wieder aufscheint. Hennen berichtete auch, wie er zu seiner ersten Romanveröffentlichung kam. Der damals schon berühmte Wolfgang Hohlbein hatte eine Verbindung zum Verlag hergestellt und den Nachwuchsautoren Hennen, der vorher als Journalist tätig war, sogar zum Erstgespräch begleitet. „Wenn’s nicht klappt“, versprach Hohlbein, „schreibe ich das Buch zuende.“ Das war nicht nötig; Hennen ist seitdem immer weiter auf der Erfolgsleiter nach oben gekommen.

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Ähnliche Unterstützung will Hennen den heutigen Nachwuchsautoren zukommen lassen. Daher wird er die Autoren an den Lese-Abenden vorstellen. Vier Frauen und vier Männer kommen in die Burg; gestandene Autoren und auch solche aus der Nachwuchsriege.

Den Auftakt macht am Montag, 22. Juli, 19.30 Uhr Janika Hoffmann im Jagdschloss (Eintritt frei). Hennen setzt am Mittwoch, 2. Oktober, die Reihe fort  mit einer Premierenlesung aus seinem neuesten Buch in der Azur-Reihe. Auch hier ist der Eintritt frei.

Aus Meerbusch kommt Akram El-Bahay mit seiner „Bücher“-Trilogie in die Burgküche. „Ich werde aus allen drei Romanen lesen“, sagt er – Premiere werden die Abschnitte aus dem abschließenden Band sein, der erst kurz zuvor erscheint.Von diesem Abend an kosten die Lesungen 8 Euro (erm. 5 Euro); Abokarten für 32 Euro (erm. 20 Euro) sind ab 22. Juli erhältlich, und auf 30 Stück limitiert.

Wolfgang Hohlbein hat schon mehr als 200 Bücher geschrieben und verzeichnet rund 43 Millionen verkaufte Bücher. Er kommt am Donnerstag, 7. November. Ihm folgt am Donnerstag, 12. Dezember, Fabienne Siegmund aus Erftstadt. Kai Meyer liest am 9. Januar, den Abschluss bilden am 13. Februar Diana Menschig und am 5. März C.E. Bernard. Menschig  hat das Phantastik-Autoren-Netzwerk „Pan“ mit begründet: „Sie ist die Lobbyistin für Fantasy“, sagt Bernhard Hennen.

Das „Festival der Phantasie“ mit Schattentheater und Rollenspielen, mit Märchenfiguren und Mitmachaktionen, mit Lesungen und einer Spielenacht findet am 4. und 5. Januar in Jagdschloss, Museum und Burg statt. Ausführliche Infos später.