„Ich bin aus allen Wolken gefallen“ Krefelder Mutter soll 1000 Euro in bar für Betreuungsplatz zahlen

Krefeld · Eine Mutter möchte nach der Elternzeit wieder als Lehrerin arbeiten – kann es aber nicht. Grund ist eine Regelung für unter einjährige Kinder, die es Eltern erschwert, einen Betreuungsplatz zu finden. Das sagt die Stadt Krefeld dazu.

 Seit 2013 haben Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Das deckt sich aber oft nicht mit dem realen Angebot.

Seit 2013 haben Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Das deckt sich aber oft nicht mit dem realen Angebot.

Foto: dpa-tmn/Uli Deck

Im Oktober feiert der Sohn von Jennifer R.* seinen ersten Geburtstag. Dann sollte er eigentlich zu einer Tagesmutter gehen, damit seine Mutter im Februar wieder in ihren Beruf als Lehrerin einsteigen kann. Eine Tagesmutter war bereits gefunden, mit dem Arbeitgeber alles geklärt. Doch daraus wird nichts. Stattdessen sorgt sich Jennifer R. nun darum, wer ihren Sohn ab Februar beaufsichtigt, während sie arbeitet, denn einen Betreuungsplatz bekommt sie aller Voraussicht nach erst im August 2025. „Meine einzige Hoffnung ist, dass ein anderes Kind als Nachrücker früher in den Kindergarten kommt oder eine Eingewöhnung misslingt, sodass mein Sohn vor Februar einen Betreuungsplatz bei einer Tagesmutter bekommt“, sagt die Krefelderin. Doch wo liegt das Problem?