Krefeld: Fachärzte beantworten am RP-Telefon Fragen zu Diabetes

Krefeld : Fachärzte beantworten am RP-Telefon Fragen zu Diabetes

Der Name klingt nicht nur harmlos, sondern schön: honigsüßer Durchfluss. Das ist die Übersetzung des lateinischen Diabetes mellitus.

Alle Fragen rund um das Leben mit Diabetes, die Warnzeichen und Vorsorgemöglichkeiten beantworten Experten der Alexianer GmbH heute zwischen 16 und 17.30 Uhr am RP-Telefon. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie am Alexianer Tönisvorst, Professor Dr. Tobias Zekorn, ist erreichbar unter der Telefonnummer 02151 639622.

Seine Kollegin aus dem Krefelder Haus, Dr. Gina Michalowski-Gheorghiu, ist Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologin und als Oberärztin an der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Innere Medizin tätig. Sie hat die Durchwahl 02151 639623. Die Diabetesberaterinnen Brigitte Keller (Telefon 02151 639624) und Ursula Mathiszik (Telefon 02151 639625) beantworten Fragen zum Leben mit Diabetes.

Wer einen Diabetes hat, muss sein Leben umstellen. Dazu gehört vor allem ein Bewusstsein für gute Ernährung mit wenig Fett und vielen Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen. Wichtig ist es, den eigenen Blutzuckerwert zu kennen - und seinen Tag darauf abzustimmen. Diabetes verursacht keine Schmerzen. Das macht die frühe Entdeckung oft schwierig. Bis ein Diabetiker in Deutschland diagnostiziert wird, kann es Jahre dauern. Meist wird Diabetes mellitus zufällig entdeckt, wenn es eigentlich um andere Krankheiten geht. Oft erkennen Betroffene die Störung im Zuckerstoffwechsel erst nach Jahren. Frühe Anzeichen wie größeres Durstempfinden, häufiger Harndrang oder Hautjucken werden nicht als Symptome einer Erkrankung wahrgenommen.

Die meisten Diabetiker gehören zum Typ II, zum sogenannten Altersdiabetes. Die Statistik sagt: Etwa acht bis zwölf Prozent der erwachsenen Bevölkerung hat Diabetes II, das bedeutet auf Krefeld heruntergerechnet: rund 24 000. Im Jahr 1960 waren es noch 0,5 Prozent. Das sind 20 Mal so viele innerhalb von gut 50 Jahren. Früher waren die Betroffenen 70 Jahre und älter, heute trifft Altersdiabetes immer öfter schon 40- bis 50-Jährige.

Zu wenig Bewegung und falsche Ernährung befördern die Entstehung. Das richtige Essverhalten und körperliche Fitness bringen oft einen aus dem Lot geratenen Blutzuckerspiegel oft wieder auf Normalwerte - die liegen nüchtern bei unter 100. Insulin ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Medizin hat inzwischen wirksame Medikamente entwickelt. Auch darüber informieren die Experten.

Telefonaktion: Am heutigen Montag sind die Experten zwischen 16 und 17.30 Uhr über die genannten Rufnummern zu erreichen.

(RP)