Krefeld: Experten zur Palliativ-Versorgung heute am Redaktionstelefon

Krefeld: Experten zur Palliativ-Versorgung heute am Redaktionstelefon

Für Menschen in der letzte Phase des Lebens gibt es nicht nur medizinische Betreuung. Auch Angehörige erfahren Unterstützung im Krefelder Netzwerk.

Pro Jahr stirbt etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung. 90 Prozent davon brauchen eine Betreuung und Versorgung unter palliativen Aspekten. Das sagt die Statistik. Immer sind es Schicksale, die nicht nur die Sterbenskranken in der letzten Phase ihres Lebens betreffen, sondern auch die Angehörigen, die sie begleiten. In Krefeld gibt es ein gut ausgebautes Netzwerk, in dem Krankenhäuser mit Palliativstationen und -versorgungsteams, mit entsprechenden ambulanten Diensten, Arztpraxen, Seniorendiensten und Hospiz zusammenarbeiten - unterstützt von vielen Ehrenamtlern. Beim 4. Palliativtag am Sonntag, 21. April, 10 - 14 Uhr, in der Erlöserkirche, Forstwaldstraße, stellen sich die Dienste vor. RP-Leser haben heute zwischen 18 und 19 Uhr die Gelegenheit, ihre Fragen an die Spezialisten zu richten. Was ist zu tun, wenn der Fall einsetzt? Was kann vorher geregelt werden? Wie setzt man eine Patientenvollmacht auf, die festlegt, wie man versorgt werden will, wenn man sich nicht mehr äußern kann?

Ekkehard Rüdiger ist katholischer Pastoralreferent und Krankenhausseelsorger 02151 6396-26 Foto: ER

Palliativmedizin ist nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung, wenn "die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt".

Dr. Achim Thater ist Arzt für Anästhesiologie und leitet eine Gemeinschaftspraxis 02151 6396-24 Foto: "Caritasverband für das Bistum Aachen"

Stationäre Palliativversorgung ist Thema von Professor Thomas Frieling, Direktor der Medizinischen Klinik II am Helios. Über Möglichkeiten der ambulanten Hospizversorgung mit besonderem Schwerpunkt der Begleitung von sterbenden Kindern, informiert Nancy Gasper, Leitung des stups-Kinderzentrums. Fragen zur ambulanten Palliativversorgung beantwortet der niedergelassene Arzt Dr. Achim Thater. Experte für Fragen zur Versorgung im Hospiz Krefeld ist Alexander Henes, Leiter Hospiz am Blumenplatz. Mit Fragen der Ethik und ganz praktischen Angelegenheit wie der Patientenverfügung/-vollmacht beschäftigt sich Ekkehard Rüdiger, katholischer Pastoralreferent.

Alexander Henes ist Leiter des Hospiz am Blumenplatz in Krefeld 02151 6396-25 Foto: Joppen

Heute, 18 bis 19 Uhr.

Nancy Gasper gehört zur Leitung des Stups-Kinderzentrums 02151 6396-23 Foto: NG
(RP)