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Experte bestätigt gute Verfassung der Schimpansen Bally und Limbo

Krefelder Zoo : Experte bestätigt gute Verfassung der Schimpansen Bally und Limbo

Aktuell fordern Tierschützer mittels einer Petition die Überführung der Schimpansen Bally und Limbo aus dem Zoo Krefeld in das Wales Ape and Monkey Sanctuary (WAMS). Die Sinnhaftigkeit dieser Bestrebungen werde durch die Expertise des Jane Goodall Instituts (JGI) widerlegt, erklärte der Zoo.

Patrick van Veen, Präsident des Jane Goodall Instituts Global, widerlegt Tierqualvorwürfe zur Haltung der Schimpansen im Zoo Krefeld und rät dringend von einem Umzug in das Wales Ape & Monkey Sanctuary (WAMS) ab. Das teilte der Zoo Krefeld am Mittwoch mit. Aktuell fordern Tierschützer mittels einer Petition, die Tiere Bally und Limbo nach einem Jahr Unterbringung in einem Provisorium aus dem Zoo Krefeld zu überführen. Bis gestern hatten knapp 30.000 Menschen unterschrieben. Die Sinnhaftigkeit dieser Bestrebungen werde durch die Expertise des Jane Goodall Instituts widerlegt, erklärte eine Zoo-Sprecherin gestern. Patrick van Veen, Verhaltensforscher und Primatologe, habe Bally und Limbo am Dienstag persönlich begutachtet. Sein Urteil sei eindeutig: „Die Tiere sind in sehr guter psychischer und physischer Verfassung. Nichts in ihrem Verhalten deutet mehr auf das Trauma der Brandnacht hin.“ Bally und Limbo würden von qualifiziertem Fachpersonal ihren Bedürfnissen nach entsprechend versorgt und vor allem beschäftigt. Der Innenraum, in dem die Tiere leben, entspreche zwar nicht den Vorgaben des Deutschen Säugetiergutachtens von 2014. Jedoch würden die positiven Reize für die beiden Affen überwiegen. Dabei spiele der intensive Kontakt zu den langjährigen Pflegern eine große Rolle, teilte der Zoo mit. „Das Herausreißen aus dem stabilen sozialen Umfeld, ein Transport und die Integration in eine neue Gruppe, könnte dazu führen, dass traumatische Erfahrungen bei den Tieren erneut aufbrechen.“ Es müsse also die beste Lösung gefunden werden habe van Veen klargestellt, so der Zoo. Einziger Kritikpunkt sei der fehlende Zugang zu einer Außenanlage. Sollte ein Umzug der Tiere nicht innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate erfolgen, müsse der Zugang zu einer Außenanlage gewährleistet werden.

(sti)