Krefeld: Erweiterung DHL-Postzentrum: Mehr Pakete - weniger Verkehr

Krefeld: Erweiterung DHL-Postzentrum: Mehr Pakete - weniger Verkehr

Mit der Erweiterung des DHL-Frachtpostzentrums an der Anrather Straße und der dadurch möglichen Veränderung der Arbeitsprozesse auf dem Gelände soll im Umfeld weniger Verkehr entstehen. An diesen "Mehr Pakete -weniger Verkehr"-Erklärungen von Ludger Walter vom städtischen Planungsamt hatten die Bezirksvertreter aus Fischeln erhebliche Zweifel.

Insbesondere ein Verkehrsgutachten, das in den verkehrsarmen Sommerferien erhoben worden war, sorgte in der jüngsten Sitzung des Gremiums für Kritik. Aus Sicht der Verwaltung sei es jedoch "sachlich und fachlich nicht notwendig", dieses Gutachten zu überarbeiten, sagte Walter. Die Zählungen seien plausibel, das habe eine "Dreiecksrechnung" gezeigt. Ein neues Gutachten etwa in der paketreichen Vorweihnachtszeit zu erstellen, würde das Bauprojekt um Jahre verzögern. Walter erläuterte, dass mit der Erweiterung der Anlagen und Optimierung der Prozesse auf dem DHL-Gelände die Verkehrsbelastung im Umfeld sinke. Zum Beispiel, weil derzeit aufgrund der Platzknappheit Container auf der Lkw-Auffangspur abgestellt werden müssen, und so zu wenig Platz für das Parken und Rangieren der Fahrzeuge auf dem Gelände bleibe.

Außerdem soll eine moderne Zustellband-Anlage entstehen, die es möglich mache, dass Pakete mit kleineren Fahrzeugen von einer neuen, zusätzlichen Zufahrt zum Gelände abtransportiert werden. Somit sei der im Rahmen der Offenlage von Anwohnern und Bürgervereinen geforderte Ausbau der Anrather Straße und eine zusätzliche Abbiegespur für das DHL Zentrum nicht notwendig. Ludger Walter erklärte, die Post werde im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages für organisatorische Verbesserungen in die Pflicht genommen.

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Die Bezirksvertretung nahm den Bebauungsplan schließlich einstimmig zur Kenntnis, jedoch verbunden mit drei Aufträgen an die Verwaltung: Diese soll eine neue Erhebung zur realistischen Prognose des Verkehrsaufkommens durchführen, die Post im Rahmen des zu schließenden städtebaulichen Vertrages verpflichten, sich kostenmäßig am Ausbau der Anrather Straße mit entsprechenden Abbiegespuren zu beteiligen sowie die Post zu verpflichten, eine 24-stündige Zufahrt für Lkw auf den vorhandenen Auffangparkplatz sicher zu stellen. Die endgültige Entscheidung über den neuen Bebauungsplan liegt beim Rat der Stadt Krefeld und ist für den 12. April terminiert. Ludger Walter berichtete, die Post "scharre mit den Hufen" und wolle umgehend mit der baulichen Erweiterung beginnen, der Zeitplan für die Bauarbeiten sei "sportlich".

(cpu)
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