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Enzelkandidaten von UWG und WUZ bilden in Krefeld Ratsgruppe

Kommunalpolitik : Enzelkandidaten von UWG und WUZ bilden Ratsgruppe

Andreas Drabben und Ralf Krings haben schon früher zusammengearbeitet. Ein Ziel: Sie wollen die jungen WUZ-Gründer an die Ratsarbeit heranführen.

Die beiden Ratsmitglieder für UWG und WUZ, Andreas Drabben und Ralf Krings, werden eine Ratsgruppe bilden. Das Bündnis lag auf der Hand: Drabben und Krings haben seit 2010 im Rat  in der UWG zusammengearbeitet. Die neue Ratsgruppe könnte mit ihren zwei Stimmen Zünglein an der Wage sein. Es gibt bei 58 Ratssitzen eine hauchdünne rot-grüne Mehrheit mit einer Stimme (der des Oberbürgermeisters). Dennoch sieht es nicht so aus,  dass sich eindeutige Mehrheitsverhältnisse in Lagern ergeben: Krings und Drabben betonen ihr Unabhängigkeit. Beide sehen die Bedeutung grüner Themen, wollen aber auch die Belange der Wirtschaft nicht vernachlässigen. So bleibt es spannend im neuen Rat. Die Mehrheiten werden von Thema zu Thema gebildet, zumal Drabben betont, er und Krings wollten ohne Gruppenzwang abstimmen.

Drabben ist 2004 für die CDU in den Rat eingezogen, trat 2008 aus der Partei aus und wurde Mitgründer der Initiative „Krefelder Bürgerpolitik“. In der Ratsperiode 2009 bis 2014 war Drabben im Rat als Sachkundiger Bürger für die UWG aktiv, die 2010 aus der Fusion von insgesamt drei Initiativen hervorgegangen ist.

Ralf Krings gehörte dazu. Er war von 1999 bis 2014 Ratmitglied, seit 2010 für die UWG. 2014 schied er aus dem Rat aus und ist nun bei der Kommunalwahl 2020 für die  „Wählergemeinschaft Unsere Zukunft“ (WUZ) wieder in den Rat eingezogen.

Ratsherr Ralf Krings von der WUZ war früher UWG-Mitglied. Foto: Krings

Die WUZ ist Krings’ Worten zufolge aus einer Initiative der Messdiener von St. Michael entstanden, wo auch Krings noch Messdiener ist. Die Initiative hatte gehofft, zwei, drei Mandate zu holen; Krings wollte die Jüngeren in die Kommunalpolitik einführen. Dieses Ziel gilt: „Wir wollen die Jüngeren an die Ratsarbeit heranführen und als Sachkundige Bürger oder über Vertretungen an der Ausschussarbeit beteiligen“, so Drabben. Gerade die Gruppenbildung eröffnet die Möglichkeit dazu, denn Ratsgruppen haben das Recht, Ausschüsse zu besetzen. Zudem erhalten sie ein Büro mit einer Stelle zur Unterstützung der politischen Arbeit. Offen ist, ob sich der neuen Ratsgruppe künftig noch Ratsherr Salih Tahusoglu  von „wir Krefeld“ anschließt und so die Gründung einer Fraktion möglich wird.