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Elf Naturschutzwächter sind in Krefeld aktiv

Krefelder Naturschutzgebiete : Wenn die Natur Vorrang hat

Elf Naturschutzwächter kümmern sich darum, dass die Vorschriften in den Krefelder Naturschutzgebieten eingehalten werden. Ansonsten drohen Bußgelder.

Der Krefelder Landschaftsplan weist zahlreiche Naturschutzgebiete aus, darunter das Hülser Bruch, den Egelsberg, das Latumer Bruch oder die Spey am Rhein. Erkennbar sind diese an den grün-weißen, auf dem Kopf stehenden, Dreiecksschildern mit der Aufschrift „Naturschutzgebiet“. In allen Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Man findet dort besondere Biotope vor, seltene Pflanzen und auch seltene Tiere. Deshalb gilt dort generell eine Anleinpflicht für Hunde sowie das Verbot, Wege zu verlassen, Flächen außerhalb der Wege zu betreten oder zu befahren und außerhalb der ausgewiesenen Reitwege zu reiten. Diese Regeln sind auf einem zusätzlichen Schild noch einmal aufgelistet.  

„Wir bitten alle Besucher der Naturschutzgebiete, sich an die Regeln zu halten. Wenn jeder etwas Rücksicht nimmt, funktioniert das auch“, sagt Maren Loose von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt. Damit die Regeln eingehalten werden, gibt es seit Februar 1983 die Naturschutzwacht der Stadt Krefeld. Sie wurde damals als Verbindungsglied zwischen Erholungssuchenden und Naturschutzbehörde gegründet. Zuletzt im April 2018 wurden elf Naturschutzwächter für neun Bezirke für fünf Jahre gewählt. Damit sind die Naturschutzwächter offiziell bestellt.  

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 Verstöße gegen Verbote und Gebote des Landesnaturschutzgesetzes, des Bundesnaturschutzgesetzes oder des Landschaftsplanes der Stadt Krefeld melden die Naturschutzwächter der Unteren Naturschutzbehörde. Diese ist wiederum verpflichtet, die eingegangenen Meldungen zu prüfen und gegebenenfalls durch ordnungsbehördliches Vorgehen oder Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren weiter zu verfolgen. Häufig sei ein Verstoß gegen die Regeln keine Absicht, haben die Experten festgestellt, sondern eher Nachlässigkeit, die aber schnell auch gefährlich werden könne. Denn kein Jogger möchte von einem freilaufenden Hund angefallen werden, kein Reiter mit einem Biker kollidieren.

Viele Naturschutzwächter sind seit über 20 Jahren und länger (also bereits von Anfang an) bis heute dabei, und viele von ihnen arbeiten aktiv in Naturschutzverbänden, besitzen gute Kenntnisse von Natur und Landschaft und kennen sich in den Örtlichkeiten gut aus. Bei Feststellung eines Verstoßes können Verwarnungen mit einem Verwarngeld bis zu 35 Euro oder aber bei vorsätzlichen oder wiederholten Verstößen ein Bußgeld von mindestens 75 Euro verhängt werden. Ein gut gelingendes Miteinander und der Naturschutz sind aber wichtiger, als die Festsetzung von Bußgeldern.

Auskünfte zum Thema erteilt Maren Loose unter der Rufnummer 02151 36604429