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Krefeld: Eiserner Rhein: Noch mehr Zuspruch

Krefeld : Eiserner Rhein: Noch mehr Zuspruch

Die Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine (AKB) begrüßt die Initiative des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Wilfried Fabel, und dessen Kritik an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Dessen Untätigkeit, von Fabel als "falsch verstandene Rücksichtnahme auf die Niederlande und Belgien" bezeichnet, führte zu Festlegungen der beiden Länder auf die historische Trasse des Eisernen Rheins als Schienenverbindung von Duisburg zum Nordseehafen Antwerpen mit den bekannten negativen Folgen unter anderem für Krefeld. Fabel hatte vorgeschlagen, statt die historische Trasse mitten durch Krefeld zu bevorzugen, eine neue Umgehungsstrecke entlang der A 44 oder der A 52 zu bauen und in Meerbusch auf die vorhandene Nord-Süd-Strecke von Neuss über Oppum, Linn, Uerdingen nach Rheinhausen einzuschwenken.

Moderne Zugtechnik verlangen

Erfreulich für die Bürgervereine von Oppum bis Forstwald sei die späte Übernahme der Vorschläge, die die genannten bürgerschaftlichen Vertretungen bereits vor fast zehn Jahren, beispielsweise unter dem Titel "Cargo-Rapid", vorgestellt haben, einer Alternativstrecke entlang der A 40, aber auch als östliche Fortsetzung der vorgeschlagenen Trasse entlang der Autobahn 52 um Krefeld und Viersen herum. "Es konnte bisher nicht festgestellt werden, dass sich irgendein Verantwortlicher um diese Vorschläge angemessen gekümmert hätte; sie wurden pauschal ohne sachlich begründete Argumente a priori als zu teuer und umweltschädlich abgetan", erklärte Hans-Jürgen Herzog, Vorsitzender der AKB.

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Die Realisierung solcher Ideen dauere viele Jahre. Selbst wenn die Vorschläge der Bürgervereine damals sofort umgesetzt worden wären, sei nicht sicher, dass sie heute realisiert wären. Daher scheine es nötig, Bemühungen um Lärmminderungen gerade für den Güterverkehr zu forcieren. Die Deutsche Bahn könne das mit eigenen Fahrzeugen bewerkstelligen und in Bezug auf Fremdunternehmungen über die Gebührengestaltung beeinflussen, meint Herzog. "Wer Krach macht, muss mehr zahlen, könnte eine Regel lauten." Alle so genannten Punkt-zu-Punkt-Verkehre wie die von Thyssen-Krupp Krefeld nach Bochum oder nach Antwerpen zum Logport Duisburg sollten verpflichtet werden, lärmgedämmte Zugtechnik zu benutzen. Dies würde bereits mit geringem finanziellem Aufwand erhebliche Lärmminderung bringen, ohne dass man auf das gesamte Europa warten müsse, sagt Herzog.

Gemeinsame Aktion

"Wir würden es begrüßen, wenn eine gemeinsame Aktion aller Ratsfraktionen beziehungsweise aller Parteien in Krefeld zustande käme, um den Interessen von mehr als 60 000 Krefelder Bürgern gerecht zu werden", erklärte der AKB-Vorsitzende.

(RP/ac)