Eingliederungswerkstatt Krefeld hat neues Domizil, Norbert Stirken

Bay-Treff wird leergezogen: Eingliederungswerkstatt hat neues Domizil

Mehr als ein Jahr des Bangens ist vorbei. Der gemeinnützige Verein, der Menschen mit Behinderung ausbildet, hat mit Hilfe der Covestro AG eine neue Heimat gefunden. Die bisherige Heimstatt BayTreff wird demnächst geräumt.

Die Aufregung im vergangene Sommer war groß: Nutzer des so genannten Baytreffs erfuhren gleichsam über Nacht, dass sie sich nach anderen Quartieren umsehen müssten. Betroffen war unter anderem auch die Eingliederungswerkstatt. Der gemeinnützige Verein bildet Menschen mit Behinderung aus. Jetzt ist eine Lösung da. Der neue Eigentümer des BayTreffs — die Covestro AG — hat sich nach heftiger Kritik am Umgang mit den Vereinen tüchtig ins Zeug gelegt und nach Lösungen gesucht. Mit Unterstützung von Covestro haben fast alle Musik- und Kulturvereine aus dem BayTreff an der Duisburger Straße neue Räumlichkeiten für ihre Vereinsaktivitäten gefunden.

Jüngstes Beispiel: ist die Eingliederungswerkstatt. Diese wird voraussichtlich im Januar 2019 neue Räume an der Parkstraße beziehen – nur etwa 800 Meter Luftlinie vom bisherigen Standort entfernt. Ulrich Manden, Vorsitzender der Eingliederungswerkstatt, zeigte sich mit dem Ergebnis hochzufrieden: „Wir sind sehr froh, dass wir nun gemeinsam eine Lösung für die Unterbringung gefunden haben. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Covestro für ihren Einsatz und tatkräftige Unterstützung in dieser Sache.“ Covestro hatte der Eingliederungswerkstatt zugesagt, dass diese ihren Betrieb in den BayTreff-Räumen bis zu ihrem Umzug fortsetzen kann.

Die anderen Vereine, die den BayTreff bisher genutzt haben, sind bereits in neue Clubräume gezogen oder stehen kurz vor dem Umzug. Dazu gehören die Symphoniker, der Foto-Film-Club, der Männer-Gesangverein, das Akkordeon-Orchester, der Briefmarken-Verein sowie der Schach-Club. Ausnahme ist die Laienspielgruppe, die zwar ausgezogen ist, bisher aber keine Alternative finden konnte und weiter auf der Suche ist. Mark Rübenstrunk, Leiter des Immobilien-Managements an den Niederrhein-Werken bei Covestro, betont: „Wir hatten zugesagt, die Vereine bei der Suche und finanziell bei den Umzügen zu unterstützen. Das haben wir getan und sind sehr froh, dass die meisten Vereine nun Alternativen gefunden haben.“

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Hintergrund: Covestro hatte 2015 durch seine Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern das Eigentum an einem umfassenden Portfolio an Liegenschaften innerhalb und außerhalb des Chemparks erhalten, hierzu gehörte auch der BayTreff, der von vielen ortsansässigen Vereinen genutzt wurde.

Das Unternehmen hatte sich aufgrund von Sicherheitsmängeln und eines hohen Sanierungsbedarfs für eine Schließung des Gebäudes entscheiden müssen. Um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten, unterlag der BayTreff bereits seit Jahren einer eingeschränkten Nutzung unter besonderen Sicherheitsauflagen.

Die spätere Nutzung des Geländes an der Duisburger Straße ist noch offen.

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