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Krefeld: Einbruchszahlen gehen in Krefeld deutlich zurück

Krefeld : Einbruchszahlen gehen in Krefeld deutlich zurück

In 3:55 Minuten ist die Krefelder Polizei bei Einbrüchen am Tatort – schneller als jede andere Polizeibehörde in NRW.

In 3:55 Minuten ist die Krefelder Polizei bei Einbrüchen am Tatort — schneller als jede andere Polizeibehörde in NRW.

Die gezielten Aktionen der Krefelder Zahl gegen Einbrecher zeigen Wirkung: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Krefeld im vergangenen Jahr um 13,4 Prozent zurückgegangen, während sie im Landesschnitt um 7,5 Prozent stieg. 835 Einbrüche gab es insgesamt in 2012. Die Krefelder Polizei setzt neuerdings eine eigene "Ermittlungskommission Dämmerung" gegen Einbrecher ein. und sensibilisiert die Bürger mit der Kampagne "Riegel vor", zu der auch die Nennung der Einbruchsorte über die Medien gehört.

Auch die Aufklärungsquote wurde verbessert, sie liegt bei 9,34 Prozent — ein Grund ist auch die schnelle Reaktionszeit der Krefelder Polizei: Wenn ein Zeuge einen Täter am Tatort meldet, ist die Polizei in 3:55 Minuten vor Ort, das ist der Rekordwert in NRW. Polizeipräsident Rainer Furth, der die Zahlen gestern mit seinem Team präsentierte, nannte die Entwicklung "erfreulich".

Zur Herkunft der Wohnungseinbrecher können nur Vermutungen aufgestellt werden, da die Polizei nur wenige Fälle aufklärt: Der Krefelder Leiter der "EK Dämmerung", Rolf Lax, geht aber davon aus, dass ähnlich wie im Land auch in Krefeld ein Großteil der Täter aus Osteuropa kommt.

Ein Erfolg der Ermittlungskommission Dämmerung ist die Festnahme eines 18-jährigen Krefelder Serientäters, dem 30 Einbrüche in Verberg, Hüls und Bockum nachgewiesen wurden. Mitte Dezember riss die Serie ab; da war dieser Mann wegen schwerer Körperverletzung inhaftiert worden. Erst per DNA-Abgleich konnten ihm Einbrüche zugeordnet werden.

Auch auf weiteren Feldern gibt es aus Sicht der Polizei erfreuliche Entwicklungen —— so geht die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei allen Kriminaldelikten stark zurück, ebenso der Diebstahl von Autos (Rückgang um 22 Prozent) und Sachbeschädigungen an Autos (Rückgang von 5,3 Prozent). Die Polizei bemerkt auch, dass ihre Präsenz in Innenstadt nachts im Umfeld der Discotheken Wirkung zeigt. Die Zahl der gefährlicher und schwerer Körperverletzungsdelikte nimmt ab: 461 Fälle gab es in 2012 (2011: 495). Die Aufklärungsquote liegt bei 75 Prozent).

Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten in 2012, zweimal Mord, viermal Totschlag, liegt bei 100 Prozent. Stark steigend ist einzig die Zahl der Betrugsfälle, bedingt auch durch die Internetkriminalität: 5878 Betrugsfälle wurden der Polizei 2012 gemeldet.

(sep)