1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Einbruchs-Aufklärung: Krefeld NRW-weit spitze

Krefeld : Einbruchs-Aufklärung: Krefeld NRW-weit spitze

Strahlende Gesichter gab es bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2013: Die Zahl der Straftaten ging um 13 Prozent zurück. Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen ist Spitze in NRW und die Zahl junger Täter sinkt.

"Krefeld wird sicherer" — diese Botschaft wollte die Polizei bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2013 vermiteln. Die Zahl der Straftaten sank um knapp 3.500 oder 13,4 Prozent auf 22.219. Das ist der beste, also niedrigste Wert seit elf Jahren. Zugleich fiel die Gesamtaufklärungsquote von zuletzt rund 53 Prozent auf 51 Prozent. Das erklärt die Polizei vor allem damit, dass der SWK weniger Schwarzfahrer aufgefallen seien; diesem Delikt ist der verursacher ja immer direkt zugeordnet, die Aufklärungsquote beträgt dort stets 100 Prozent.

Einbrecher: Seltener erfolgreich, öfter geschnappt

846 Mal wurde 2013 in Krefelder Wohnungen und Häuser eingebrochen; das sind elf Fälle mehr als im Vorjahr. Erfolgreich waren die Einbrecher allerdings seltener als noch 2012, nämlich nur in 478 Fällen (Quote: 56,50 %) — noch 2011 waren es 603 Fälle bei einer Quote von 62,55 Prozent.

Bei der Aufklärung von Wohnungseinbrüchen haben die Krefelder Ermittler einen großen Sprung gemacht: Statt nur rund 9 Prozent 2012 wurden im vergangenen Jahr rund 23 Prozent aller Einbrüche aufgeklärt — besser sieht es in keiner anderen Großstadt in NRW aus. "Das erfüllt uns alle mit Stolz und Freude", sagte Polizeipräsident Rainer Furth, der aber auch betonte, dass die Stimmung nach dem Fund des toten sowie eines weiteren misshandelten Säugling mehr als gedrückt sei.

  • Fakten : Die Krefelder Kriminalitätsstatistik 2011
  • Infos : Die Maschen der Trickbetrüger
  • NRW : Raub, Betrug, Einbruch: Kinder als Täter - das sind die Maschen

Prioritätensetzung auf Einbrüche und junge Täter

"Wohnungseinbrüche liegen uns ganz besonders am Herzen, weil sie sich ganz eklatant auf die Opfer auswirken" — so erklärte Kriminaldirektorin Anette Cruel den Fokus der Polizeiarbeit auf Wohnungseinbrüche, die nur etwa 9 Prozent aller Diebstahlsdelikte ausmachen. "Die eigene Wohnung ist der Bereich, in dem man sich am sichersten fühlen sollte."

Deshalb veröffentliche die Polizei seit einiger Zeit jeden einzelnen Einbruch samt Straße. Den dadurch erweckten subjektiven Eindruck dass die Zahl der Einbrüche zunehme, nehme man in Kauf, sagte Cruell: "Wir merken deutlich, dass die Bürger immer aufmerksamer werden: Einerseits an den Zeugenhinweisen, die uns nach Presseveröffentlichungen erreichen. Andererseits nehmen aber auch immer mehr Bürger unsere Beratungs-Angebote zum Einbruchschutz wahr."

Unter 21-Jährige stellen nur 15 Prozent aller Täter

Die Jugendkriminalität ist geringer denn je: Unter 21-Jährige stellen nur 14,97 Prozent aller Tatverdächtigen. "Die heutige Jugend ist offenbar besser als ihr Ruf", sagt Anette Cruel dazu. Höher ist der Anteil junger Täter indes bei Raub (54 Prozent) und gefährlicher Körperverletzung (rund 37 Prozent) auf Straßen und Plätzen. Im zeitlichen Verlauf sinkt der Anteil junger Täter aber überall.

Die 276 strafunmündigen, aber auffällig gewordenen Kinder, so Anette Cruel, kämen oft aus Südosteuropa und würden von Erwachsenen mit dem Auto zum Stehlen nach Krefeld gebracht.

Hier geht es zur Infostrecke: Die Krefelder Kriminalitätsstatistik 2013

(tjo)