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Krefeld: Einbrechersaison startet Sonntag

Krefeld : Einbrechersaison startet Sonntag

Mit der Zeitumstellung reisen laut Polizei wieder Einbrecherbanden nach Deutschland. Zwei aktuelle Fälle zeigen, wie wichtig das Mitwirken der Krefelder Bürger bei der Einbruchsbekämpfung ist.

Ein Zeugenhinweis einer Frau aus Gellep-Stratum könnte der Polizei entscheidende Hinweise auf ein Einbrechertrio geben, das in den vergangenen Tagen in Krefeld tätig war. Die Zeugin sah am vergangenen Mittwoch in Gellep-Stratum einen Wagen mit Euskirchener Kennzeichen; auf dem Rücksitz liege ein Mann, meldete die Frau der Polizei. Am gleichen Tag noch wurde auf der Kaiserswerther Straße in Gellep-Stratum eingebrochen, ein Möbeltresor wurde entwendet. Genau diese Täter könnten am vergangenen Samstag in Traar am Flohbusch zugeschlagen haben. In der abgelegenen Siedlung meldete eine Hausbewohnerin auffällige Personen, einer verstecke sich im Busch. Durch den Notruf rückte die Polizei aus und spürte tatsächlich drei Personen auf, die mit dem gleichen Wagen unterwegs waren, der schon in Gellep-Stratum gesehen wurde. Die Kriminalpolizei prüft nun, ob die Tätergruppen identisch sind.

Für Robert Lax, Leiter der Krefelder "Ermittlungskommission Dämmerung", die schnelle Eingreiftruppe gegen Einbrecher, zeigt der aktuelle Fall, wie wichtig die Mitarbeit der Bürger bei der Einbruchsbekämpfung ist. Mit der Zeitumstellung, so Lax, würde die Saison der Einbrecher nun wieder beginnen. "Die Täter fliegen aus Osteuropa wieder ein." Besonders die Siedlungen in den Rand-Stadtteilen würden durch die Einbrecher heimgesucht.

Die Polizei macht deshalb in dieser Woche die Einbruchsbekämpfung landesweit zum Thema - die Krefelder Polizei beteiligt sich daran unter anderem mit einem Infostand in der Mediothek, von heute bis Freitag täglich von 11 bis 17 Uhr. "Der Schutz des eigenen Heimes gegen Einbrecher wird immer wichtiger", sagt Eden Nickel vom Kommissariat Vorbeugung, der gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Müller berät. Fünf bis sieben Minuten würden sich die Täter beim Einbruchsversuch gedulden, danach das nächste Objekt aufsuchen. Je besser also ein Fenster oder eine Tür gesichert ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, vom Einbruch verschont zu bleiben. Die Umrüstung von Fenstern ist aber, dies verschweigt die Polizei nicht, durchaus kostspielig. 150 bis 500 Euro pro Fenster müsse man kalkulieren, wenn man neue einbruchsichere Fenster einsetzen lassen will. Vorhandene Fenster ließen sich nachrüsten, dies sei aber weniger wirksam als komplett neue Fenster. Das Kommissariat Vorbeugung berät in der Wache Hansastraße und empfiehlt eine schnelle Terminkoordination unter 02151 6340. Wenn die Einbruchszahlen hochschnellen, müsse man leicht vier bis sechs Wochen auf einen Beratungstermin warten. Derzeit erhalte man noch kurzfristig Termine. Die Polizei verweist auch auf ein Angebot des Landes, das seit Januar 2014 bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz mit günstigen Krediten fördert. Infos erteilt die Verbraucherzentrale.

(RP)