Krefeld: Einbrecher bleibt in Tür stecken

Krefeld : Einbrecher bleibt in Tür stecken

Im Stadtteil Inrath ist ein Einbrecher mit dem Arm in einer Tür steckengeblieben. Der Bewohner entdeckte ihn. Die Polizei befreite den Einbrecher – und nahm ihn dann fest.

Im Stadtteil Inrath ist ein Einbrecher mit dem Arm in einer Tür steckengeblieben. Der Bewohner entdeckte ihn. Die Polizei befreite den Einbrecher — und nahm ihn dann fest.

Es ist die kurioseste Festnahme seit Jahren in Krefeld: An der Inrather Straße hat die Polizei am Mittwoch einen Mann gefasst, der sich in einer misslichen Lage befand. Wie die Polizei gestern berichtete, hatte der 22-jährige Krefelder Einbrecher versucht, mit einem Wagenheber eine Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus am Inrath aufzuhebeln.

Die Tür hatte zum Flur hin nur einen Knauf, nur innen eine Klinke. Der Einbrecher setzte also den Wagenheber im oberen Viertel der Tür zwischen Zarge und Tür an und schob die Tür zurück. Durch den Spalt steckte er seinen Arm und drückte ihn tiefer und tiefer nach unten. "Dabei hat er sich den Arm eingeklemmt und steckte nun fest", berichtete gestern Polizeisprecher Wolfgang Weidner.

Um 15.15 Uhr am Mittwoch kam für den Einbrecher dann die Rettung: Der 25-jährige Wohnungsinhaber kam zurück und wurde vom Anblick des festgeklemmten Einbrechers überrascht. Er verständigte die Nachbarn, die schließlich die Polizei riefen. Bis zum Eintreffen der Beamten, es waren nur wenige Minuten, blieb der Bewohner bei dem Einbrecher.

"Wir hatten die Alarmierung, dass der Einbrecher noch am Tatort ist. Deshalb sind wir besonders schnell ausgerückt", schilderte Weidner. Dass der Täter vom Tatort nicht hätte flüchten können, sei nicht bekannt gewesen. Er schätzt, dass der Einbrecher rund 15 Minuten zwischen Tür und Türrahmen steckte. Nach Eintreffen der Polizei wurde der Mann aus seiner misslichen Lage befreit. Die Polizei musste vorsichtig vorgehen, um den Arm des Mannes nicht zu verletzen. Der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene 22-Jährige wurde vorläufig festgenommen, eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet. "Er hat schon mehrere Eigentumsdelikte begangen", sagte Polizeisprecher Weidner.

Dass Einbrecher Wagenheber benutzen, um Türen aufzubrechen, ist keine Seltenheit. In weniger als 30 Sekunden lasse sich damit eine Tür aufbrechen, warnen Sicherheits-Experten. In Krefeld würden die meisten Einbrüche aber durch Aufhebeln der Terrassentür verübt, schildert Polizeisprecher Wolfgang Weidner.

(RP/rl/top)
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