Krefeld: Ein Ferientag für Kinder im Stadtwald

Krefeld : Ein Ferientag für Kinder im Stadtwald

Eine gelungene Premiere verbuchte die Diakonie. Der erstmals angebotene Ferienspaß kam bestens an.

"Wollen wir einmal als Tausendfüßler durch den Stadtwald krabbeln?" möchte Daniela van de Loo von der Kindergruppe der zwei- bis fünfjährigen Knirpse wissen, die sich gerade mit Begeisterung ein Bobby-Car-Rennen auf der großen Stadtwaldwiese am Spielplatz geliefert hat.

Die leuchtenden Kinderaugen sind Antwort genug, und die Spielpädagogin beginnt zu erklären, was es mit dem neuen Spiel auf sich hat. Kurze Zeit später ist der Tausendfüßler auf dem Wiesengrün unterwegs, wobei es auf allen Vieren vorwärts geht und jedes Kind die Füße seines Vordermannes von hinten anfasst. Keine einfache Sache, aber eine großer Spaß.

Spiel und Spaß waren am Ferientag im Stadtwald angesagt. Die Diakonie hatte über ihren Kinderfonds erstmalig zu dem Ferientag eingeladen. 85 Kinder zwischen zwei und 16 Jahren aus Krefeld, Tönisvorst und Viersen waren mit ihren Vätern und Müttern der Einladung gefolgt und erlebten - betreut von Mitarbeitern der Diakonie und weiteren ehrenamtlichen Helfern - einen Tag mit jeder Menge Unterhaltung.

Die Idee zum Ferientag hatte Hanne Llyod-Heume vom Öffentlichkeitsreferat der Diakonie: "Wir haben seit zehn Jahren unseren Kinderfonds, der allein durch Spenden gefüllt wird und mit dem wir Einzelfallhilfe leisten und Aktionen für Kinder durchführen können. Mir kam die Idee eines solchen Spielfestes, bei dem alle einfach nur einen schönen Tag erleben sollten."

Eine Idee, die aufging. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene jede Menge Spaß. Aufgeteilt in drei Altersgruppen hatte sich die ehrenamtlich engagierte van de Loo Spielaktionen für die jeweiligen Gruppen ausgedacht.

Die blaue Gruppe der Zwei- bis Fünfjährigen, erkennbar an ihren blauen Armbändern, wurde so unter anderem mit Tausendfüßler, Bobby-Car-Rennen, Hüpfparcours und Spielen wie dem Eistütenlauf unterhalten. In der roten Gruppe, in der die Kinder bis zehn Jahren anzutreffen waren, standen Dreibeinlauf, Sackhüpfen, Schubkarre fahren, Ballonrennen und Actionballspiele auf dem Programm.

Auf die größeren Teilnehmer wartete indes eine Schnitzeljagd. Aufgeteilt in drei Gruppen von jeweils zehn Jugendlichen ging es durch den Stadtwald. Dabei gab es ein besonderes Highlight. Auf dem benachbarten Golfplatz wurde Station gemacht, und die Schnitzeljäger durften den Goldschläger schwingen. Ein Puttwettbewerb stand an.

Alle Hände voll zu tun hatte indes Eli Weiße. Sie hatte die Versorgungsstation übernommen und füllte die zuvor verschenkten Tiertrinkflaschen immer wieder neu mit Wasser. Dazu gab es gesunde Rohkost. Eine große Kiste mit Süßigkeiten, aus der sich die Kinder ihre Lieblingsschleckerei aussuchen konnten, fehlte aber auch nicht.

Zum Abschluss ging es ins Stadtwaldhaus, wo nicht nur Brezel und Getränke auf die Teilnehmer warteten. Die Diakonie hatte sich noch eine Überraschung einfallen lassen. Jedes Kind erhielt ein Geschenk in Form von Büchern und Spielen sowie Gutscheinen für den Zoo, das Schwimmbad, die Eisdiele oder ein Spiel der Krefelder Pinguine.

"Es war ein wunderschöner Tag, der bestens angenommen wurde und den wir im nächsten Jahr gerne wiederholen möchten", lautete das Resümee von Anke Brüggemann-Diederichs vom Vorstand des Kuratorium der Diakonie.

(RP)