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Krefeld: Drei Förderschulen im Bestand gefährdet

Krefeld : Drei Förderschulen im Bestand gefährdet

Wenn die rot-grüne Landesregierung ihre Pläne für eine Mindestgrößenverordnung wie bislang geplant umsetzt, sind in Krefeld drei Förderschulen in ihrem Bestand gefährdet, nämlich die Comeniusschule sowie die Kompetenzzentren Rundweg und Erich-Kästner-Förderschule.

Dies erklärte Claudia Kohlstedt, Sprecherin der Krefelder Förderschulen und Leiterin der Erich-Kästner-Schule auf Anfrage unserer Zeitung. "Die genannten Schulen liegen knapp unter der Mindestgröße, die die Landesregierung zurzeit ins Auge fasst. Man muss aber betonen, dass es noch Pläne sind", sagte sie.

Hintergrund: NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat den Entwurf einer Verordnung zur Mindestgröße von Förderschulen vorgelegt. Betroffen sind vor allem Schulen mit dem Schwerpunkt Lernen. Für sie ist in der Regel wie bisher eine Mindestgröße von 144 Schülern vorgesehen. Die Ausnahme, dass Schulen auch mit der Hälfte der Mindestgröße betrieben werden können, soll aber wegfallen.

Die Comeniusschule an der Mariannenstraße mit dem Förderschwerpunkt Lernen hat nach Angaben der Stadt zurzeit 138 Schüler. Die beiden Kompetenzzentrum Rundweg mit 102 Schülern und Erich-Kästner-Schule mit 122 Schülern haben jeweils die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung.

Die Erich-Kästner-Förderschule, die heute noch an den Standorten Inrather und Von-Ketteler-Straße existiert, wird im neuen Schuljahr komplett in die ehemalige Hauptschule an der Inrather Straße umziehen. Nicht gefährdet sieht Frau Kohlstedt die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule als Förderschule für Geistige Entwicklung mit 202 Schülern. Nicht gefährdet ist auch die Gerd-Jansen-Schule (Luiter Weg in Traar) für Schwerst- und Mehrfachbehinderte, die zurzeit 195 Schüler hat. "Diese Vorordnung wird unsere Schule nicht treffen", sagte Schulleiter Norbert Kuckartz auf Anfrage.

Die Stadt äußert sich noch zurückhaltend über die Zukunft der Förderschullandschaft: "Ob und inwieweit vor dem Hintergrund der jetzt vorliegenden Mindestgrößenverordnung Schließungen erforderlich werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden und wird maßgeblich von der Entscheidung der Erziehungsberechtigten, die Regelschule als Förderort für ihre Kinder zu wählen, beeinflusst", erklärte ein Sprecher. Die positiven Erfahrungen aus dem Modellversuch Umbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren (Verbundschulen mit mehreren Förderschwerpunkten) sollen berücksichtigt werden, hieß es weiter.

Hier geht es zur Infostrecke: Das ändert sich an den Krefelder Schulen