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Drama am Rhein bei Krefeld - Person nicht im Wasser gefunden

Drama am Rhein bei Krefeld : Treibende Person nicht gefunden

Feuerwehr und DLRG nehmen den Vorfall zum Anlass, eindringlich vor dem Baden im Rhein zu warnen: Zeugen hatten eine im Rhein treibende Person gesehen - sie ist vermutlich tot.

(vo) Der Krefelder Rheinabschnitt war am Dienstagabend vermutlich Schauplatz eines tödlichen Badeunfalls. Zeugen wollen eine im Wasser treibende Person gesehen haben und alarmierten die Feuerwehr. Gefunden wurde am Ende niemand. Die Feuerwehr berichtete nach dem Einsatz von vielen im Rhein Badenden und nimmt den Vorfall zum Anlass, dringend vor dem Schwimmen im Fluss zu warnen.

Die Leitstelle wurde gegen 18.30 Uhr per Notruf darüber informiert, dass in Höhe des  Yachthafens ein Mensch im Fluss treiben sollte. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten zu einer umfangreiche Personensuche auf dem Rhein aus. Im Einsatz waren neben Kräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr an Land auch das Feuerlöschboot „Krefeld“, ein Boot der Wasserschutzpolizei, ein Boot der Berufsfeuerwehr Duisburg sowie ein Hubschrauber der Polizei. Die Suche wurde nach einer Stunde erfolglos abgebrochen; niemand wurde gefunden.

Während der Suche seien „leider eine Vielzahl von arglosen Schwimmern am Rheinufer im Bereich zwischen den Buhnen gesichtet“ worden, berichtet die Feuerwehr weiter und weist eindringlich darauf hin, dass das Schwimmen im Rhein lebensgefährlich sei. Plötzlich auftretende Strömungen könnten auch erfahrene Schwimmer in akute Lebensgefahr bringen.

Auch die Krefelder DLRG warnt ausdrücklich vor dem Schwimmen im Rhein. „Durch zumeist unterschätzte Gefahren wie Strömungen und Schifffahrtsbauwerke in Form von Buhnen, Brückenpfeilern und Schleusen wird die vermeintliche Abkühlung im Rhein zu einem unkalkulierbaren Risiko.“ Das Gefahrenpotential hänge hierbei nicht von Flussbett und Stromverlauf ab, der Fluss sei überal gefährlich. Gerade Bundesschiffahrtsstraßen bergen demnach Gefahren wie Autobahnen. „Niemand würde sein Kind neben oder gar auf der Autobahn spielen lassen, und daher sollte dies auch niemand an Flüssen tun“, betont die DLRG. Die Lebensretter warnen sogar davor, Personen in Not selber zu retten. „Es sollte immer ein Notruf mit genauem Standort abgesetzt werden, um  ausgebildete Rettungskräfte zu alarmieren“.

Erst am Wochenende war es in Köln zu einem tödlichen Badeunfall gekommen, als zwei Frauen im Alter von 27 und 29 Jahren zwischen zwei Buhnen im Wasser standen, das Gleichgewicht verloren und in die Strömung gerieten. Die 27-Jährige ertrank, die andere wurde gerettet.