Krefeld: Dionysius-Turm: Arbeiten fangen jetzt an

Krefeld: Dionysius-Turm: Arbeiten fangen jetzt an

Die Arbeiten am Dionysius-Turm beginnen bald. "Sobald den Arbeitern in der Höhe nicht die Finger abfrieren, geht es los", versicherte der Vorsitzende des Vereins "Krefeld Wahrzeichen – Turm der Dionysiuskirche", Franz-Joseph Greve.

Nach der Zusage der Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld über eine halbe Million Euro für die Wiederherstellung der 2004 bei einem Sturm zerstörten Turmspitze der Dionysiuskirche steht dem Beginn der Arbeiten nichts mehr im Weg. Die Aufträge für die Sanierung des Turm-Oktogons durch die Pfarrgemeinde sind vergeben, die Finanzierung des Gesamtprojekts ist gesichert.

Für die Arbeiten am Turmhelm müssen noch denkmalpflegerische Einzelheiten geklärt werden. In einer Besprechung mit der Denkmalpflege wird noch erörtert, welche Teile erhalten und renoviert wiederverwendet und welche neu angefertigt werden. Die Baugenehmigung für das Projekt liegt vor.

Nach Fertigstellung der Spitze im Herbst oder nächsten Frühjahr, so hat Greve jetzt den Mitgliedern des Vereins geschrieben, soll ein Turmfest stattfinden. Der Verein will sich auch um die künftige Gestaltung des Dionysiusplatzes kümmern. Eine Festschrift soll die historischen Hintergründe beleuchten und die Arbeiten darstellen. Auch an eine Gedenktafel für die Sponsoren ist gedacht. Der Schatzmeister des "Wahrzeichen"-Vereins, Wolfgang Gabbert, kann berichten, dass das Spendenkonto mit derzeit rund 230 000 Euro die Höhe erreicht hat, die der Verein zum Gelingen beizutragen sich vorgenommen hat.

  • Fotos : Der Dio-Turm bekommt eine neue Spitze

Die Turmspitze soll auf einem Stahlgerüst aufliegen, das mit Holz ummantelt wird, um Korrosionsprozesse zu verhindern. Über die Bauzeit lässt sich zurzeit noch keine Aussage machen: "Zwischen Oktober und März nächsten Jahres", lautet die Einschätzung des Vorsitzenden.

Die Arbeiten am Turm werden auf rund 600 000 Euro veranschlagt, die an der Spitze auf 810 000 Euro geschätzt. Details ergeben, warum die Kosten so hoch sind: Alleine 170 "Krabben" aus Kupfer zieren die Kuppel und die Fialen. Die Restaurierung der kupfernen "Hunde" kostet jeweils 4000 Euro, das Material ist teuer, nur wenige Firmen sind noch zu den Arbeiten in der Lage.

Die Teile der abgenommenen Spitze lagern derzeit in Baesweiler bei Aachen. Momentan ist im Gespräch, die kupfernen Teile in einem Zelt auf dem Dionysiusplatz zusammenzubauen und in acht Tranchen mit einem 90-Meter-Kran in die luftige Höhe zu ziehen, um sie dort zu montieren.

(RP)