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Digitalisierung im Stadtarchiv Krefeld: Akten jetzt online nutzbar

Stadtarchiv Krefeld wird digitalisiert : 262.000 Seiten jetzt online nutzbar

Im Stadtarchiv wurden 1350 Akten mit 262.000 Seiten digitalisiert – sie stehen nun vielen offen. Das soll erst der Anfang sein; weitere 5000 Meter an Dokumenten warten.

Das Stadtarchiv Krefeld hatte ein Projekt mit dem Titel „Digitalisierung und Onlinestellung der Niederschriften der Vertretungskörperschaften der Stadt Krefeld sowie deren Ausschüsse, Beiräte und Kommissionen aus dem Zeitraum 1826 bis 1988“ gestartet. Die digitalisierten Dokumente sind bereits auf der Internetseite des Krefelder Stadtarchivs zu finden. Der Umfang der Digitalisierung betrug 1350 Akten, das sind rund 262.000 Seiten und ein Datenumfang von 570 Gigabyte. Stadtarchivdirektor Olaf Richter bezeichnete die Digitalisierung der genannten Dokumente als einen „wichtigen Schritt für die Zukunft des Krefelder Stadtarchivs“.

 Die Gesamtkosten beliefen sich auf 90.000 Euro, von denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft 66.000 Euro übernahm. Das Stadtarchiv hat ein Spezialunternehmen mit der Digitalisierung beauftragt. Das Stadtarchiv konnte diesen Berg von 180 Jahren geschichtsträchtigen Dokumente nicht selbst abarbeiten, da weder die materiellen noch die personellen Voraussetzungen bestanden.

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Enthalten in den Dokumenten sind unter anderem eine Vielzahl an Ratsprotokollen oder Stadtplanungskarten. Mit diesen Dokumenten ist ein zentraler Quellenbestand für eine Vielzahl an Themen und Fragen der Krefelder Stadtgeschichte digitalisiert worden und kann nun online genutzt werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Wissenschaftler, Studenten, Schüler und Politiker. Sie können Forschungen zu Themen wie Sozialfürsorge, Schulpolitik oder Migration einfacher durchführen. 

Das  Projekt soll fortgesetzt werden. Im Stadtarchiv liegen weitere 5.000 Meter archivierte Dokumente, die es noch zu digitalisieren gibt.  In Zukunft sollen die bereits digitalisierten Dokumente nicht nur auf der Krefelder Internetseite zugänglich sein sein, auch das Archivportal NRW und das Bundesarchiv sollen die Dateien in ihren Datenbanken anbieten können. Die Vorteile liegen nicht nur bei der Arbeits- und Rechercheerleichterung, auch die originalen Dokumente werden dadurch besser geschützt, geschont und erhalten. Das soll aber nicht heißen, dass man die originalen Dokumente nicht mehr zu Gesicht bekommt. Auf Anfrage wird auch das weiterhin möglich sein.

Das Projekt passt zum anstehenden „Tag der Smart City“ in Krefeld. Es soll zeigen, dass die Stadt Krefeld den Weg in die Moderne geht und die Wende der Digitalisierung bestreiten möchte. Mit der Digitalisierungsoffensive erhofft sich Richter, „dass das Interesse der Bürger geweckt werden kann und dadurch mehr Interessenten auch in das Stadtarchiv kommen und eventuell ehrenamtlich engagieren“.