Die Zahl der Sozialleistungs-Bezieher in der Stadt Krefeld ging um 684 zurück

Neue Statistik : Jeder siebte Krefelder bekommt Leistungen der Sozialhilfe

34.112 Männer, Frauen und Kinder haben im vergangenen Jahr in Krefeld Sozialleistungen zur Mindestsicherung erhalten. Das ist eine Quote von 15 Prozent im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Damit schneidet die Seidenstadt im Vergleich zu anderen, auch benachbarten Großstädten wie Duisburg (17,1 Prozent), Essen (18,2) und Mönchengladbach (16,9) recht gut ab.

Rekordhalter ist die Stadt Gelsenkirchen mit 22,3 Prozent.

Der größte Teil der 34.112 Personen in Krefeld bezieht Hartz-IV-Leistungen. 27.949 haben die Statistiker des Landesamtes für Datenverarbeitung (IT.NRW) ermittelt – 890 weniger als im Jahr 2017. Gestiegen ist hingegen jeweils die Zahl der Leistungsempfänger, die Grundsicherung im Alter bekommen. Dort gab es ein Plus von 111 auf 4330 Personen. Nach oben zeigt die Kurve auch bei den Fallzahlen bei den Leistungen für Asylbewerber. 1383 Fälle sind zehn mehr als 2017. Hilfe zum Lebenserhalt außerhalb von zum Beispiel Senioreneinrichtungen haben 450 Personen statt 385 im Vorjahreszeitraum erhalten. Insgesamt ging die Zahl der Leistungsbezieher um zwei Prozent zurück.

Der Anteil der betroffenen Minderjährigen ist in der Seidenstadt im Vergleich zur Gesamtquote 15 Prozent deutlich höher. 24,3 Prozent aller Jungen und Mädchen im Alter von unter 18 Jahren waren in 2018 in Krefeld auf Sozialhilfeleistungen angewiesen. Einen Höchststand verzeichneten die Statistiker für Krefeld und auch für die anderen Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen fürs Jahr 2016, nachdem viele Flüchtlinge Schutz in der Bundesrepublik Deutschland gesucht hatten. In Krefeld gab es 36.312 Leistungsbezieher, darunter 3120 Asylbewerber.

Ende 2018 erhielten rund zwei  Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren 4,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war zum Jahresende 2018 jeder Neunte in NRW auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen (2018: 11,3 Prozent; 2017: 11,7 Prozent). Die Zahl der Regelleistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) ist erstmals seit 2011 wieder gesunken (auf rund 1,6 Millionen Menschen; minus 4,0 Prozent gegenüber 2017). Dagegen setzte sich bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung der kontinuierliche Anstieg der letzten Jahre bei der Empfängerzahl fort (auf rund 282.000 Menschen; plus 2,1 Prozent). Die Zahl der Regeleistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist 2018 weiter gesunken (auf rund 98.000 Empfänger; minus 19,6 Prozent). Rund 34.000 Personen bezogen Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (minus 6,6 Prozent).

Die niedrigste Mindestsicherungsquote wies mit 2,7 Prozent die Gemeinde Schöppingen im Kreis Borken auf.